Hirsch Oskar

Wie dieses BZ-Leserfoto zum Wandschmuck wurde

Tamara Keller

Von Tamara Keller

Mi, 07. April 2021 um 16:12 Uhr

Kreis Emmendingen

Ein BZ-Leserfoto sorgte für viele Nachfragen: das von Hirsch Oskar in Prinzbach im Saharastaub. Eingesandt wurde es vom Hobbyfotografen Tobias Gregorius. Inzwischen gibt es das Foto sogar als Wandschmuck.

Es ist die Geschichte eines unerwarteten Stars: Der Hirsch Oskar aus Prinzbach im Saharastaub. Wer zwischen Februar und März auf die Homepage der Freiburger Firma Ringfoto Löffler klickte, sah dort sein Abbild: Majestätisch steht er auf einem Hügel, im Hintergrund Tannenwipfel, die im Saharastaub verschwinden – ein Bild, das der BZ-Leser Tobias Gregorius Anfang Februar an die Redaktion in Emmendingen sandte.

Leinwände, Kissen und Tassen mit dem Motiv

"Uns erreichen derzeit sehr viele Anfragen bezüglich des beeindruckenden Hirschfotos", heißt es im Begleittext auf der Homepage. Um es den Interessierten einfacher zu machen, entschloss sich Geschäftsführer Florian Löffler, der das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Alexandra Löffler leitet, das Bild in der Online-Galerie für den Druck zur Verfügung zu stellen. Nun lassen sich Leinwände, Kissen oder Tassen mit dem Motiv bedrucken.

An die 20 Bestellungen sind bisher bei dem Fotogeschäft eingegangen: Leinwanddrucke, auf Plexiglas und eine Bestellung des Bildes im Leuchtkasten – "das sieht sehr spektakulär aus", so Löffler. Nachdem Gregorius Bild in der BZ erschienen war, rief er bei Löffler an: Er wolle das Bild an das Fotogeschäft abtreten. Gregorius ist als Hobbyfotograf öfter Kunde in dem Freiburger Fotogeschäft. "Ich habe mir erstmal nichts dabei gedacht und zugesagt", sagt Löffler. "Am darauffolgenden Tag hat bei mir durchgehend das Telefon geklingelt." Ein Großteil der Anrufer und Anruferinnen fragte nach dem Hirschbild. Also entschloss sich Löffler das Bild direkt auf der Homepage zu verlinken.

"Erstaunlich wie viel Aufmerksamkeit so ein Bild erbringen kann" Florian Löffler

Trotzdem würden bis heute Kundinnen und Kunden wegen des Fotos anrufen – auch um sich wegen des passenden Materials beraten zu lassen: "Erstaunlich wie viel Aufmerksamkeit so ein Bild erbringen kann", sagt Löffler. Die beliebteste Form ist bis dato das Leinwandbild – oft auch in den größeren Größen. Der Fotograf Gregorius, verdient daran nichts. Auf seinen Wunsch hin, werden pro Bestellung mit dem Bild, zehn Euro berechnet, die an die Tierschutzorganisation Peta gespendet werden. "Auch das kommt sehr gut bei den Kundinnen und Kunden an", sagt Löffler.

An den übrigen Kosten verdient auch das Unternehmen mit: "Wir haben auch ein bisschen Arbeit damit", sagt Löffler. Gerade da wegen der Pandemie in den vergangenen Wochen nicht so viel Umsatz gemacht werden konnte, habe damit alles etwas abgefedert werden können.