BZ-Interview

Wie ein Löffinger Rechtsanwalt den NSU-Prozess einordnet

Heidrun Simoneit

Von Heidrun Simoneit

Do, 12. Juli 2018 um 20:55 Uhr

Löffingen

BZ-Plus Rechtsanwalt Bernd Max Behnke aus Löffingen hat im NSU-Prozess in München den Bruder eines Ermordeten vertreten. Wir haben mit ihm über das Strafmaß, die Strategie der Verteidigung und die Chancen der Revision gesprochen.

Nach fünf Jahren, 437 Prozesstagen und mehr als 600 Zeugen ist am Oberlandesgericht in München das Urteil im sogenannten NSU-Prozess gesprochen worden. NSU steht für Nationalsozialistischer Untergrund. Der Löffinger Rechtsanwalt Bernd Max Behnke hat den Bruder des 2004 in Rostock getöteten Türken Mehmet Turgut vertreten. Mit ihm hat Heidrun Simoneit über das Urteil gesprochen: Beate Zschäpe hat eine lebenslange Freiheitsstrafe mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld erhalten, andere Angeklagte sind milder bestraft worden.

BZ: Herr Behnke, haben Sie das Urteil erwartet?
Behnke: Ja, ich habe das Urteil für Frau Zschäpe erwartet. Bin aber sehr überrascht über das milde Strafmaß für Herrn André E.

BZ: Sind Sie zufrieden mit dem Urteil?
Behnke: Es kommt nicht darauf an, ob ich mit dem Urteil zufrieden bin, denn ich vertrete den Bruder des Getöteten und dieser hat mir ...

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