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Wie Olaf Scholz vom Langweiler zu Krisenmanager wurde

Jan Dörner

Von Jan Dörner

Fr, 26. Juni 2020 um 19:28 Uhr

Deutschland

BZ-Plus Er galt als spröde, mitunter roboterhaft – doch seit der Corona-Krise ist Vizekanzler Olaf Scholz die tragende Säule seiner Partei. Die Geschichte einer Veränderung.

Pressekonferenzen des Hamburgers Olaf Scholz sind in den vergangenen Jahren häufig in etwa so unterhaltsam gewesen, wie einem Fischbrötchen beim Trocknen zuzuschauen. In der Corona-Krise hat sich das geändert. Der Vizekanzler präsentiert nicht nur multimilliardenschwere Hilfsprogramme, die einen schwindlig machen. Der wegen seiner roboterhaften Rhetorik einst als "Scholzomat" verspottete Sozialdemokrat hat mit 62 Jahren auch noch einmal einen neuen Ton gefunden: Der Finanzminister spricht von "Bazooka" und "Wumms", wenn er die Regierungsbeschlüsse erläutert. Oder er zitiert die Popcombo Geier Sturzflug: "Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt."

Scholz macht damit Schlagzeilen. Neben Kanzlerin Angela Merkel ist er der Krisenmanager in der Corona-Pandemie. Seine Beliebtheitswerte sind hoch, so hoch, dass sich viele in der SPD den Juristen als Kanzlerkandidaten wünschen. Sogar Vertreter des linken Lagers loben den Finanzminister, der früher zu ihrem ...

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