Pumpen und schlichten

Wie Staufen die Folgen der missglückten Geothermiebohrung bewältigt

Ralf Strittmatter

Von Ralf Strittmatter

So, 09. Juni 2019 um 11:47 Uhr

Staufen

Der Sonntag Grundwasserpumpen sind die Lebensversicherung der Stadt, denn die quellende Gipsschicht hebt sich weiter. Die Schuldfrage bleibt offen – trotz neuer Vorwürfe gegen den Bürgermeister.

Die Folgen der missglückten Geothermiebohrung in Staufen sind für jeden sichtbar: Risse durchziehen sämtliche Fassaden der historischen Altstadt, oberflächlich im Putz bis tief im Gemäuer. Rot aufgemalte Heftstreifen halten sie nur symbolisch zusammen. "Staufen darf nicht zerbrechen!", steht darauf in weißen Buchstaben .
Diesem Ziel kommt Staufen näher, wie aktuelle Messergebnisse bestätigen. Demnach hebt sich die Erde an einem Messpunkt noch maximal 1,6 Millimeter, an fünf weiteren 1,5 und an insgesamt 19 Punkten um etwa einen Millimeter im Monat. In weiten Teilen liegt die Hebungsgeschwindigkeit unter einem halben Millimeter monatlich, zu Beginn der Katastrophe für den Ort waren es elf.
Offen bleibt die Schuldfrage
Bei den Geothermiebohrungen im Sommer 2007 sollte umweltfreundliche Erdwärme zum Heizen des Rathauses ...

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