Wie wird das Wetter?

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 07. November 2020

Neues für Kinder

Es ist gar nicht einfach, genau vorherzusagen, wann die Sonne scheinen wird oder Regen bevorsteht.

Woher weiß man, wie das Wetter wird? Wie bitte? Das ist doch ganz einfach: Man nimmt sein Smartphone, öffnet die Wetter-App, und da steht es. Oder man schaut in der Zeitung nach, und in den Nachrichten im Fernsehen oder im Radio erzählen sie ebenfalls, ob es am nächsten Tag zu kalt für kurze Hosen ist. Okay, formulieren wir die Frage anders: Woher wissen die Wetter-App und der Wetterbericht, wie das Wetter wird?

Die Wissenschaftler, die sich mit dem Wetter beschäftigen, nennt man Meteorologen. Und die Wissenschaft dazu heißt Meteorologie. Man kann auch Wetterforschung sagen, das ist ein bisschen einfacher. Wetterforscher sammeln ständig Informationen und Daten. Sie beobachten rund um die Uhr, wie das Wetter auf der ganzen Welt gerade ist. Dabei helfen ihnen verschiedene Messgeräte, die in Wetterstationen und Satelliten verbaut sind.

In Satelliten? Ganz richtig. Die machen zum Beispiel vom Weltall aus Fotos von der Wolkendecke, die zu verschiedenen Zeiten über verschiedenen Orten der Erde schwebt. Sie können Temperaturen in den Wolken oder an der Meeresoberfläche messen und als Bilder darstellen. Zusätzlich schicken die Wetterforscher ihre Geräte auch auf Reisen – mit Flugzeugen, Schiffen oder Wetterballons. So bekommen sie immer aktuelle Informationen und können aus denen berechnen, wie das Wetter wird.

"Wir wissen mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 80 bis 90 Prozent, wie die nächsten drei Tage aussehen werden", sagt Andreas Matzarakis, ein Wetterforscher vom Deutschen Wetterdienst. Moment mal. Man betreibt so viel Aufwand, und dann kann man nicht mal zu 100 Prozent das Wetter richtig vorhersagen? "Das liegt daran, dass Wetter Bewegung ist, da wissen wir zwar, wo sie in etwa stattfindet, aber nicht wie genau sie aussehen wird", erklärt Andreas Matzarakis.

Wie entsteht denn Wetter? Verantwortlich dafür ist die Sonne. Sie erwärmt die Oberfläche der Erde, und mit ihr die Luft. Dort wo warme Luft nach oben steigt, sprechen Wetterforscher von einem Tiefdruckgebiet. Oben herrschen aber kältere Temperaturen, die warme Luft kühlt wieder ab. Weil sie oft auch den Wasserdampf von Meeren und Seen mitnimmt, wenn sie nach oben steigt, bilden sich beim Abkühlen Wolken. Ein Tiefdruckgebiet bringt also eher graue und regnerische Tage. Deswegen mögen wir Hochdruckgebiete mehr. Dort sinkt die Luft, die vorher woanders aufgestiegen ist, wieder nach unten. Hochdruckgebiete bringen uns Sonne und warme Temperaturen.

Überall auf der Erde wandert ständig Luft von oben nach unten. "Von diesem Luftdruck hängt alles ab: Wind, Regen, Schnee und Hitze", sagt Andreas Matzarakis. Weil sich die Erde dreht, werden die Luftmassen in alle Richtungen bewegt – es entsteht Wind. Der schiebt die Wolken vor sich her.

Ob aus denen Regen kommt? Kann sein, sagen die Wetterforscher. Hundertprozentig sicher können sie sich nicht sein. Daher packen wir besser mal einen Schirm ein.