Landwirte

"Wir lassen nicht locker"

Jörg Buteweg

Von Jörg Buteweg

Do, 19. November 2020 um 18:56 Uhr

Wirtschaft

Bauern fordern höhere Preise für ihre Produkte. Die Molkerei Schwarzwaldmilch in Freiburg und der fleischverarbeitende Betrieb Emil Färber in Emmendingen verweisen auf ihre eigene Machtlosigkeit.

Sie seien zu klein, um den mächtigen Einzelhändlern bessere Preise abzuringen. Das ist nach Darstellung von Teilnehmern die Botschaft, die die Freiburger Molkerei Schwarzwaldmilch und der Emmendinger Fleischverarbeiter Emil Färber am Donnerstag jenen Landwirten mitgaben, die von ihnen höhere Erzeugerpreise verlangten. In einer bundesweiten Aktion fordern Landwirte mindestens 15 Cent mehr pro Liter Milch, einen Euro mehr pro Kilo Rindfleisch, 50 Cent mehr pro Kilo Schweinefleisch und 20 Cent mehr pro Kilo Geflügel.

Diese Cent-Beträge erscheinen gering, würden aber erhebliche Steigerungen für die Erzeuger bedeuten. So zahlt die Schwarzwaldmilch nach Aussage eines Milchbauern derzeit rund 36 Cent pro Liter Milch. 15 Cent mehr entsprächen also einer Steigerung von 41 Prozent. Für ein Kilo Schweinefleisch bekommt ein Bauer derzeit rund 1,20 Euro. 50 Cent mehr wären also eine Steigerung von 41 Prozent.

Hoffnungen, dass sich solche Steigerungen durchsetzen lassen, machten jedoch weder Schwarzwaldmilch noch Färber. "Wir lassen nicht locker, denn es geht um unsere Existenz", heißt es dazu in einer Mitteilung der Aktion Milchdialog. Das ist ein Zusammenschluss mehrerer Verbände, darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Bund deutscher Milchviehhalter.