Frankreich

Die Energiewende erreicht die Seine

Axel Veiel und Bärbel Nückles

Von Axel Veiel & Bärbel Nückles

Do, 23. Juli 2015

Wirtschaft

Vier Monate vor der Weltklimakonferenz in Paris beschließt Frankreich mehr Klimaschutz – hält aber an der Kernkraft fest.

PARIS/STRASSBURG. Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal und das Parlament wollen vier Monate vor der Weltklimakonferenz in Paris mit gutem Beispiel vorangehen. Die Nationalversammlung hat das von der Sozialistin mit großem Einsatz verfochtene Gesetz zur Energiewende über die letzten parlamentarischen Hürden gehievt. Das Etikett des Gesetzes jedoch verspricht mehr, als der Inhalt einlöst.

Eine Energiewende in dem Sinn, dass der 75 Prozent seines Strombedarfs mit Kernkraft deckende französische Staat den Atomausstieg anvisieren würde, ist nicht geplant. Zwar weist der Gesetzestext das Ziel aus, den Anteil der Nuklearenergie bis 2025 auf 50 Prozent zu reduzieren. Wie das geschehen soll, bleibt aber offen.

Dass der Gesetzgeber die Obergrenze für die Atomstromproduktion auf dem derzeitigen Niveau 63,2 Gigawatt deckelt, zeugt nicht eben vom Willen zu entschlossener Reduzierung. Das liegt auch daran, dass die Franzosen die weitgehend ...

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