Zweite Fußball-Bundesliga

Wolfgang Dietrich tritt als Präsident des VfB Stuttgart zurück

dpa/bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Mo, 15. Juli 2019 um 11:05 Uhr

2. Bundesliga

Erst der sportliche Abstieg, jetzt die nach einer WLAN-Panne aus dem Ruder gelaufene Mitgliederversammlung: Wolfgang Dietrich ist als Präsident des VfB Stuttgart zurückgetreten.

Der 70-Jährige bestätigte seinen zunächst auf Facebook verkündeten Rücktritt am Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Die Führungskrise des VfB Stuttgart um den umstrittenen Präsidenten Dietrich hatte am Sonntagabend skurrile Züge angenommen. Kurz vor der auf der Tagesordnung vermerkten Abstimmung über seine Abwahl brach der 70-Jährige die Mitgliederversammlung am Sonntag unter den lautstarken Pfiffen etlicher Anhänger ab – weil die Technik streikte.

Zuvor hatten die rund 4500 Anwesenden mehrfach vergeblich versucht, sich mit ihren Handys in ein extra eingerichtetes WLAN des Stuttgarter Stadions einzuloggen, um an Abstimmungen teilnehmen zu können.

"Ich kann und will nicht mehr verantwortlich für alles gemacht werden, was beim VfB Stuttgart berechtigt oder unberechtigt nicht gut funktioniert." Wolfgang Dietrich
"Ich kann und will nicht mehr verantwortlich für alles gemacht werden, was beim VfB Stuttgart berechtigt oder unberechtigt nicht gut funktioniert", schrieb Dietrich nun auf Facebook. Den Grad an "Feindseligkeit und Häme", den er auf der Mitgliederversammlung erlebt habe, hätte er "nicht für möglich gehalten."

Noch am Sonntagabend hätten ihn das Präsidium, Vereinsbeirat und Aufsichtsrat gebeten, dennoch weiterzumachen. Aber er könne "nicht mehr einer Organisation vorstehen, die weder willens ist, sich mit mir gemeinsam diesen Interessen entgegenzustellen, noch in der Lage, den einwandfrei funktionierenden Ablauf einer Mitgliederversammlung zu gewährleisten", schrieb der ehemalige Unternehmer. Dietrich war ursprünglich bis 2020 gewählt, stand aber seit Monaten bei einem Teil der VfB-Anhänger massiv in der Kritik.