Stambulante Gruppen retten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 23. Dezember 2020

Wyhl

Appell von Fechner und Wölfle.

(BZ). Noch zwei Jahre wird das sogenannte stambulante Modell des Hauses Rheinaue der Benevit-Gruppe in Wyhl von den Krankenkassen unterstützt. Doch dann droht dem Modellprojekt, das ambulante und stationäre Versorgung verbindet, das Aus. Entsprechend wiederholten der Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner und die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle, beide SPD, ihre Forderung, eine entsprechende Gesetzesänderung auf den Weg zu bringen. "Wenn wir nicht rasch Rechtssicherheit schaffen, dann steht das Stambulant-Modell von Benevit auf der Kippe und die Einrichtung in Wyhl wird so nicht weiterbetrieben werden können", geben beide in einer Pressemitteilung bekannt. Fechner habe sich für ein Gespräch zwischen den Koalitionsgesundheitspolitikern eingesetzt, das am 11. September stattfand. Dort wurde vereinbart, dass der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses auf Bundesgesundheitsminister Spahn zugeht und diesen um eine Einschätzung anfragt, welche Änderungen für den rechtssicheren Betrieb des stambulanten Modells erforderlich sind. Dies sei bisher nicht geschehen. Fechner habe deshalb mit seinen SPD-Kollegen Heike Baehrens und Hilde Mattheis, Mitglieder im Gesundheitsausschuss, und Martin Rosemann, Mitglied im Ausschuss für Arbeit uns Soziales, seine Unionskollegen aufgefordert, mit Minister Spahn rasch zu sprechen, weil die Zeit dränge. "Wir brauchen die Wyhler Einrichtung und wir brauchen dringend die vier weiteren Einrichtungen von Benevit im Landkreis."

Modell hat sich bewährt

Für Fechner habe sich das Modell bewährt, weil dort Angehörige und Pflegebedürftige in enger Zusammenarbeit den Seniorinnen und Senioren ein würdiges Alter ermöglichen bei deutlich geringeren Pflegekosten für die Bewohner des Heimes. Besonders ärgere es Fechner, dass die Unionskollegen nicht verhindert haben, dass sich Gesundheitsminister Spahn im November gegen das stambulante Modell positioniert habe. Laut Fechner habe sich Spahn in seinen Eckpunkten für die Pflegereform 2021 gegen gesetzliche Änderungen ausgesprochen, die das stambulante Modell der Benevit-Gruppe benötige.