Zickenheiner fordert zweigleisigen S 6-Ausbau

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 11. September 2019

Steinen

Bundestagsabgeordneter spricht mit besorgten Bürgern in Steinen.

STEINEN (BZ). Der Bundestagsabgeordnete Gerhard Zickenheiner (Bündnis 90/ Die Grünen) lud im Rahmen seines Sommerprogramms zur Bürgersprechstunde "Zickenheiner vor Ort" ein. Sie findet regelmäßig in einer der Gemeinden oder Städte im Wahlkreis des Bundestagsabgeordneten statt – dieses Mal war die Gemeinde Steinen an der Reihe.

Verkehr B 317: Beherrschendes Thema war dabei die Verkehrssituation in und um die Gemeinde Steinen – auch vor dem Hintergrund des Neubaus des Zentralklinikums in Lörrach. "Steinen leidet seit vielen Jahrzehnten an der sehr hohen Verkehrsbelastung durch die Bundesstraße B 317 und dem vielen Durchfahrtsverkehr", so der Abgeordnete in einer Pressemitteilung. Einig waren sich Zickenheiner und die Bürger darüber, dass ein zweigleisiger Ausbau der S-Bahn-Strecke in Zeiten der Klimakrise sinnvoll und nachhaltiger sei als der geplante vierspurige Ausbau der B 317. "Ein flächendeckender, kurz getakteter Bus- und Schienenverkehr muss unser Ziel sein, nur dann lässt sich der Automobilverkehr wirksam verringern", betonte Zickenheiner. "Gerade auch die zukünftige Verkehrsbelastung durch das Zentralklinikum kann am besten durch den zweigleisigen Ausbau der S 6, eine höhere Taktung und eine Haltestelle beim Klinikum entspannt werden."

Fahrradwege: Auch der Bau des Fahrradschnellwegs und sichere Fahrradwege kamen zur Sprache. Hier bestehe zwischenzeitlich großer Nachholbedarf, um das einst ambitioniert aufgegleiste Radwegekonzept endlich umzusetzen. Gerade Steinen würde stark von einer zügig befahrbaren Verbindung nach Lörrach und Basel profitieren, so war man sich einig.

Baumsterben: Eine weitere angesprochene Sorge der Besucher war das Wald- und Baumsterben als Folge der Klimakrise. Unter den Gästen der gut besuchten Veranstaltung befand sich auch eine Forstfachfrau, die Fachfragen zu dem Thema beantworten konnte. Die Runde war sich schnell einig, dass die dramatischen Trocken- und Hitzephasen den ohnehin schon stark betroffenen Wäldern noch weiter enorm zusetzen werden. "Viele Kommunen im ländlichen Raum sind auf Umsätze aus dem Forst angewiesen. Wir müssen davon ausgehen, dass in nächster Zeit im Wald Verluste entstehen werden. Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land rücken damit noch weiter in die Ferne. Da besteht Handlungsbedarf für die Politik über das bislang von der Bundesregierung Geplante hinaus", nahm Zickenheiner von dem Gespräch mit.