Wieder und wieder...

Zwangsstörungen beginnen häufig schon im Kindesalter

Juliet Merz

Von Juliet Merz

Mi, 27. Dezember 2017 um 15:27 Uhr

Gesundheit & Ernährung

BZ Plus Zwangsstörungen treten als Gedanke oder Handlung auf. Dabei werden die Ursachen oft schon früh gelegt. Kann die Konfrontationstherapie helfen?

Es ziept kurz, dann zieht Antonia Peters ein langes, schwarzes Haar von ihrem Kopf. Langsam dreht sie es zwischen den Fingerspitzen – es beruhigt sie. Trichotillomanie, das zwanghafte Ausreißen der Haare, ist eine psychische Störung, die Peters mehr als dreißig Jahre lang begleitet, bis sie Hilfe bekommt. Heute ist sie nahezu symptomfrei.

"Alles, was wir tun und denken, kann zu einem Zwang werden", sagt Peters, die heute Vorsitzende der Gesellschaft für Zwangserkrankungen in Hamburg ist. Denn in einer Welt voller Regeln und Bräuche können sich schnell Rituale einschleichen, die krankhaft werden.

"Wenn eine Handlung oder ein Gedanke täglich für mindestens eine Stunde auftritt und das über zwei Wochen – dann sollte man mit seinem Hausarzt oder einem Psychotherapeuten darüber sprechen", rät Peters.

Großer Leidensdruck
Der Körper versucht, durch Zwangsrituale Unsicherheiten, Anspannungen und Ängste zu kompensieren. Doch anstatt sich zu ...

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