Schwere Zerstörungen

Zwei Tote in Wiwilí nach Hurrikan Iota

Manuel Fritsch

Von Manuel Fritsch

Mi, 18. November 2020 um 18:22 Uhr

Freiburg

Freiburgs nicaraguanische Partnerstadt ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen von einem Hurrikan getroffen worden. Zwei Menschen sind tot, viele Häuser und Brücken zerstört.

Nachdem Hurrikan Eta vor kurzem bereits mehrere Häuser, Straßen und Brücken in der Stadt zerstört hat, hat nun Hurrikan Iota gewütet, der am Montag Nicaragua erreicht hat.

Die bisherige Bilanz in Wiwilí ist verheerend: 1226 Menschen mussten evakuiert werden, 164 Häuser und mehrere Brücken wurden beschädigt oder zerstört. Zwei Menschen, wohl ein Vater und sein Sohn, die bereits evakuiert waren, kamen bei dem Versuch ums Leben, einige Dinge aus ihrem Haus in Sicherheit zu bringen.

"Ich bin sehr beunruhigt", sagt die Vorsitzende des Wiwilí-Vereins Marlu Würmell-Klauss. Die Menschen in Wiwilí bräuchten dringend Lebensmittel. Weil der Strom unterbrochen ist, sei die Kommunikation derzeit schwierig. Gerade aus den abgelegeneren Dörfern, die auch zu der Stadt gehören, gebe es bislang praktisch keine Informationen.

Günter Burger, Leiter des Referats Internationale Kontakte der Stadt, befürchtet, dass sich viele Schäden erst mittelfristig zeigen werden. Schließlich sei gerade Erntesaison. "Da ist wohl viel kaputtgegangen", sagt er.
Die Stadt Freiburg und der Wiwilí-Verein organisieren Hilfen für die Partnerstadt. Informationen zu Spendenmöglichkeiten finden sich auf der Homepage der Stadt und des Wiwilí-Vereins.