Corona-Einschränkungen

Zweite Demo für Grundrechte auf dem Lahrer Rathausplatz

Karl Kovacs

Von Karl Kovacs

So, 10. Mai 2020 um 16:48 Uhr

Lahr

Auf dem Rathausplatz in Lahr fand am Samstag zum zweiten Mal eine Demo gegen die Einschränkungen von Rechten durch die Corona-Verordnung statt. Knapp 70 Menschen waren dabei.

Es war die zweite von Anette Franz organisierte Demo dieser Art in Lahr. Zur ersten Demo am vergangenen Dienstag waren knapp 40 Menschen gekommen.

Die in Lahr praktizierende Osteopathin, die nach eigener Aussage in keiner Partei ist, verglich die Einschränke mit historischen Ereignissen wie dem Beschluss der Reichstagsbrandverordnung 1933. "Ein Virus hat zur Aushebelung unserer Grundrechte geführt", sagte sie.

Die schrittweise Öffnung war kein Thema

Franz kritisierte, dass Pflegeheime aufgrund von Besuchsbeschränkungen "abgeschlossener als unsere Gefängnisse" seien. Zudem sei es nicht hinnehmbar, Spielplätze zu schließen und Kinder "Virenschleudern" zu nennen. Die Öffnung von Spielplätzen in der vergangenen Woche mit Abstands- und Hygieneregeln erwähnte Franz indes nicht. Ebenso kritisierte sie das Verbot von Gottesdiensten und Treffen anderer Glaubensgemeinschaften. Auch hier ging sie nicht auf die schrittweise Öffnung ein. Franz erwähnte eine aus ihrer Sicht drohende Impfpflicht, wobei diese sowie der umstrittene Immunitätsnachweis in einem Gesetzesvorschlag nicht mehr zu finden ist. Ihr Fazit: "Unsere Demokratie und unser Grundgesetz sind in Gefahr." Weitere Anwesende äußerten ihren Unmut über die Situation. Tenor: Das Vertrauen in die Politik ist verloren gegangen.