Deutschlands Höchster

15.000 LED-Lichtlein bringen den Eichsler Weihnachtsbaum zum Strahlen

Petra Wunderle

Von Petra Wunderle

Do, 19. November 2020 um 12:01 Uhr

Rheinfelden

Der Mammutbaum in Ober-Eichsel wird schon am kommenden Sonntag "erleuchtet". Einziger Wermutstropfen: Es gibt zum ersten Mal kein öffentliches Fest. Dafür leuchtet er eine Woche länger.

Am Sonntag ist es wieder soweit: Der imposante, 120 Jahre alte Mammutbaum in Ober-Eichsel wird zum Weihnachtsbaum. Auf Knopfdruck werden 15.000 LED-Lichtlein leuchten. Einziger Wermutstropfen: Es gibt zum ersten Mal kein öffentliches Fest mit Bewirtung und Musik.

"Aufgrund der Corona-Epidemie muss auf ein Beisammensein verzichtet werden", so Ortsvorsteher Stefan Eckert. Und dass der Weihnachtszauber in diesem Jahr zum ersten Mal eine Woche vor dem ersten Advent beginnt, erklärt Eckert so: "Gunter Hildebrandt hatte die Idee, die Lichterkette des Mammutbaums eine Woche früher anzuschalten, also am Totensonntag. Dann leuchtet der Baum am darauffolgenden ersten Adventssonntag sowieso und die Bevölkerung kann sich eine Woche länger an dem Weihnachtsleuchten erfreuen". Das Mammutbaum-Team mit Stefan Eckert, Wolfgang Wolter, Reinhard Börner, Rudolf Bernbach und Gunter Hildebrandt hat geschlossen der Neuregelung zugestimmt. Die Eichsler Männer werden die Lichter um 18 Uhr einschalten. Danach wird der Mammutbaum bis zum 6. Januar täglich von 16.30 Uhr bis 1 Uhr leuchten.

Der im Schweizerischen Glarus ist noch höher

Initiiert hat die Sache mit dem Mammutweihnachtsbaum im Jahr 2017 der damalige Ortsvorsteher Reinhard Börner. Er wollte den Baum vor der Kirche zum größten frei gewachsenen Weihnachtsbaum in ganz Europa machen. Das mit Europa hat bei einer Höhe von 42 Meter nicht gereicht, aber immerhin ist der Mammutbaum der höchste gewachsene Christbaum in Deutschland und der Europäischen Union. Wolfgang Wolter weiß, wem sich Eichsel geschlagen geben musste: "Im Schweizerischen Glarus steht ebenfalls ein Mammut-Christbaum, der überragt unseren Baum um etwas über einen Meter".Wolfgang Wolter hat sich den Baum in Glarus schon mal persönlich angeschaut.

Die Lichterkette am Eichsler Mammutbaum ist fest installiert, der dazugehörige Stromkasten ist ebenfalls fester Bestandteil des Baumes, der einen Umfang von 4,50 Meter hat. Integriert ist auch eine Spendenkasse. Wolfgang Wolter freut sich, denn: "Das ganze Jahr sind immer wieder Spenden in der Kasse, sogar Scheine sind mit dabei". Das Geld kommt selbstverständlich dem Baum zugute, schließlich muss im nächsten Jahr, so Wolter, "etwas Kosmetik" vorgenommen werden. Tatsache ist, dass der "Sequoiadendron Giganteum", der zu der Familie der Zypressengewächse zählt, etwas kränkelt.

Der Baum soll künftig bewässert werden

Dazu ergänzt Revierförster Gerd Fricker: "Dieser Einzelbaum hat große Wurzeln und diese sind an dem Platz, an dem er steht, durch den Asphalt rings herum sehr eingeschränkt." Der Mammutbaum kranke in seinem Wurzelwerk und das mache sich in der Krone sichtlich bemerkbar. Dass die braunen Äste von Trockenheit und Pilzbefall zeugen, davon spricht auch Wolfgang Wolter. Zur Bewässerung wurde dieses Jahr eine Wasserleitung aktiviert, zwei Mal in der Woche lässt der Gemeindearbeiter das Wasser laufen. Der Mammutbaum in Ober-Eichsel wurde einst von den Pflanzdamen Anna Brugger und Lina Bernbach gesetzt.