6000-Euro-Spende trotz Absage

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 19. Mai 2020

Emmendingen

Kiwanis-Club Emmendingen Tara übergab den Betrag an das Modellprojekt Arbeit mit Kindern von Suchtkranken.

EMMENDINGEN (BZ). Noch im März war die Enttäuschung bei den Damen vom Kiwanis-Club Emmendingen Tara groß. Nachdem die Eintrittskarten verkauft, der Song einstudiert und die Kartoffeln für den Salat besorgt waren, entschloss man sich wegen Corona den Benefizabend, der seit Jahren restlos ausverkauft ist, abzusagen. Dennoch kamen 6000 Euro Spenden zusammen.

Die gute Nachricht: Alle Sponsoren und viele Gäste, die auf die Rückgabe der Eintrittsgelder verzichtet haben, unterstützten die Frauen auch nach der Absage. Wollte man doch gemeinsam die wertvolle Arbeit von Maks (dem Modellprojekt Arbeit mit Kindern von Suchtkranken) unterstützen. Das Projekt ist eine ambulante Einrichtung für Kinder und Jugendliche deren Eltern suchtkrank und/ oder psychisch krank sind oder waren. So konnten die Damen vom Vorstand des Clubs vor wenigen Tagen 6000 Euro übergeben. Bei den Vertreterinnen von Maks, Helga Dilger (die das Projekt 1990 mit aufbaute und es auch leitet) und Claudia Quilitzsch (auch bereits seit 2005 im Team) war die Freude riesig. Denn pandemiebedingt entfallen momentan viele Spendengelder. Spenden aus Vorträgen, Benefizveranstaltungen oder Geburtstagsfeiern ermöglichen Vieles, was sonst nicht möglich wäre, wie zum Beispiel zusätzliche Angebote und Förderungen.

Die beiden berichteten, dass der Arbeits-, Zeit und Kostenaufwand durch Corona nun beträchtlich höher sei. Normalerweise werden die Kinder in Gruppen betreut, momentan werden viele einzeln getroffen. Gerade jetzt in der Krisensituation wurde offensichtlich, wie wichtig Unterstützung und Betreuung sind. Maks versuche, Struktur und Zuversicht zu geben und die Kinder wo es geht zu unterstützen. Je früher bedürfnisorientierte und bedarfsgerechte Hilfen erfolgen, umso eher können die Kinder in ihren Kompetenzen unterstützt werden und umso geringer sei das Risiko einer eigenen Erkrankung. Die Frauen vom Kiwanis-Club sind ihren treuen Sponsoren, Spendern und Unterstützern mehr als dankbar.