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Aktuelle Daten zum Coronavirus in Baden-Württemberg, Deutschland und der Welt

Konstantin Görlich

Von Konstantin Görlich

So, 11. April 2021 um 17:23 Uhr

Südwest

Das Coronavirus verbreitet sich weiter – aber inzwischen wird gegen Covid-19 geimpft. Den aktuellen Datenstand im Kampf gegen Corona zeigen wir für den Südwesten, Deutschland und die Welt.

An und nach den Osterfeiertagen ist mit einem Rückgang der Infektionszahlen zu rechnen. Wie schon rund um Weihnachten und den Jahreswechsel dürfte dies in erster Linie an erhöhtem Meldeverzug in Kombination mit geringeren Testkapazitäten liegen. In Freiburg und dem Breisgau kommen aktuell auch noch technische Probleme hinzu, wegen denen am 6. April keine neuen Fälle übermittelt worden seien.








































Häufig gestellte Fragen

  • Warum zeigt die Mutationen-Grafik keine Prognose?
Andere Medien hatten Anfang Februar Grafiken gezeigt, die mögliche Verläufe einer exponentiellen Ausbreitung der mutierten Coronaviren darstellen sollen – und dies zudem meist mit enorm breiten Konfidenzintervallen. Da die Zahlen zu Fällen mit Mutationen in Baden-Württemberg zu diesem Zeitpunkt kaum Anzeichen für ein exponentielles Wachstum zeigten hielten wir es für nicht vertretbar, ein solches "ab morgen" vorherzusagen. Zudem weisen die beiden dafür zu verwendenden Datengrundlagen (die täglichen Meldungen von Neuinfektionen insgesamt und die täglichen Meldungen neu entdeckter Mutanten-Fälle) verschiedene systematische Unterschiede auf, die jede Berechnung noch weiter ins Reich der Spekulation verschoben hätten. Beispielsweise kann nicht davon ausgegangen werden, dass es sämtliche Fälle mit Mutation nicht als Fälle mit dem klassischen Virus gegeben hätte, wenn es keine Mutationen gäbe – das müsste man aber tun, wenn man die Fälle statistisch trennen würde.
  • Warum sind die Zahlen der Landratsämter höher als die des Landesgesundheitsamts?
Wir zeigen die Werte, die das Landesgesundheitsamt täglich meldet – denn sie sind der verbindliche Maßstab für etwaige Maßnahmen. Doch auch die Landratsämter melden eigene Werte und auch eigene 7-Tage-Inzidenzen. Diese liegen meist höher als die Meldungen vom Land – nach einer BZ-Auswertung meist zwischen 5 und 7, aber auch bis zu 12. Das liegt daran, dass das Land in seiner Berechnung nachträgliche Korrekturen mit einbezieht, die Kreise aber ihre eigenen Meldungen unverändert einrechnen.
Ein Beispiel: Hat ein Kreis vor 7 Tagen also 50 Fälle gemeldet, gehen diese 50 Fälle heute voll in die Berechnung ein. Hat das Land in diesen 7 Tagen aber inzwischen festgestellt, dass 30 dieser 50 Fälle länger zurückliegen oder woanders zuzuordnen sind, gehen nur noch 20 in die Berechnung ein. Der Wert ist realistischer – und immer geringer.
  • Was ist die 7-Tage-Inzidenz?
Sie zeigt, wie viele neue Menschen in einem Landkreis in den jeweils vorausgegangenen 7 Tagen positiv getestet wurden. Damit die Kreise untereinander vergleichbar sind, wird dieser Wert auf 100.000 Einwohner heruntergerechnet. Würde man das nicht tun, hätten Landkreise mit großer Einwohnerzahl wahrscheinlich einen höheren Wert als Landkreise mit wenigen Einwohnern. Allerdings sind die Kreise trotzdem noch unterschiedlich strukturiert und verwaltet, sodass ihre Werte nicht bis ins Detail verglichen werden können.
  • Wann gilt jemand in den Statistiken als genesen?
Genesen bedeutet in diesem Zusammenhang nicht zwangsläufig gesund, sondern für die Pandemie nicht mehr relevant weil höchstwahrscheinlich nicht mehr infektiös oder in Quarantäne. Inzwischen ist bekannt, dass die Krankheit Covid-19 viele Wochen und Monate andauern und auch Folgeschäden hinterlassen kann. (Vor dem 8. April sind die Zahlen statistisch überproportional stark gestiegen. Das ist damit zu erklären, dass das Landesgesundheitsamt erst seit diesem Tag die Zahl der offiziell Genesenen nach einer verlässlichen Methode berechnet.)
  • Was ist das Intensivregister?
Das Intensivregister ist eine Datenbank, welche von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Robert-Koch-Institut und der Deutsche Krankenhausgesellschaft erstellt wurde und täglich aktualisiert wird. Jedes Krankenhaus in Deutschland ist verpflichtet, seine Bettenbelegung zu melden.

Hinweis: Zwischen 12. Juni und 15. August 2020 hatte das Sozialministerium nur an Wochentagen neue Zahlen veröffentlicht.


Liebe Leserinnen und Leser, die Rolle und auch Verantwortung der Medien ist durch die Krise deutlich gewachsen. Die folgende Umfrage beschäftigt sich mit der Glaubwürdigkeit der Badischen Zeitung in Zeiten von Corona. Es handelt sich um eine Arbeit im Rahmen eines Studiums Bachelor of Arts in Business Administration unserer Redaktionsmitarbeiterin Selina Kabis. Für Ihre Teilnahme möchten wir uns bereits im Vorfeld bedanken zur Umfrage.

Konzept: Joshua Kocher und Konstantin Görlich