Drei bis vier Häuser sind zu schaffen

Daniel Gramespacher

Von Daniel Gramespacher

Mi, 15. Januar 2020

Basel

Bei der 20. Ausgabe der Basler Museumsnacht werden mehrere Zehntausend Besucher erwartet / Einige Hinweise zur Planung.

BASEL. Die Basler Museumsnacht erlebt am Freitag, 17. Januar, 18 bis 2 Uhr, ihre 20. Auflage. Bei mehr als 200 Programmpunkten in 38 Häusern in Basel, Riehen, Weil am Rhein und Saint-Louis die Übersicht zu behalten, ist nicht einfach. Zumal voraussichtlich mehrere zehntausend Nachtschwärmer unterwegs sein werden. Vor allem für Neulinge, die sich erstmals an die kulturelle Großveranstaltung begeben, könnten die folgenden Antworten hilfreich sein.

Welche Einrichtungen machen
an der Museumsnacht mit?

Insgesamt beteiligen sich 38 Museen und Gastinstitutionen, darunter große weltbekannte Häuser wie das Kunstmuseum oder die Fondation Beyeler, aber auch kleine Einrichtungen wie das Feuerwehrmuseum, das Anatomische Museum oder das Pharmaziemuseum. Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein und die Fondation Beyeler machen die Museumsnacht zum trinationalen Kulturfestival. Als Gastinstitutionen sind im Jubiläumsjahr das Basler Rathaus am Marktplatz und die Musikakademie mit dabei. Das Programm umfasst neben Führungen durch Ausstellungen auch Workshops, Lesungen und Konzerte.



Brauche ich für die Museumsnacht
eine Eintrittskarte?

Ja, und zwar in Form eines Bändels fürs Handgelenk. Erhältlich sind die Bändel bei allen teilnehmenden Museen sowie beispielsweise bei Geschäftsstellen der Badischen Zeitung. Erwachsene zahlen 23 Euro. Für alle unter 26 Jahren ist der Bändel gegen Vorlage eines Ausweises dank Sponsoren kostenlos zu haben.

Wie orientiere ich mich
in der Fülle des Angebots?

Es gibt in den beteiligten Museen und anderen Vorverkaufsstellen ein gut 100-seitiges Programmheft. Wer online unterwegs ist, bedient sich am besten der Homepage der Museumsnacht unter http://www.museumsnacht.ch Eine komfortable Filterfunktion erlaubt, das reichhaltige Angebot von mehr als 200 Programmpunkten nach individuellen Interessen zu sortieren – Uhrzeit, Museen, Themen, Art der Veranstaltung, etwa "Für Kinder & Familien", und Sprachen. Mit den Favoriten lässt sich so vorab ein persönliches Programm als Fahrplan für die Nacht zusammenstellen.

Wie komme ich am besten
zur Museumsnacht?

Es empfiehlt sich, für die Anreise und die Heimreise öffentliche Nahverkehrsmittel zu nutzen, sofern man nicht so nahe wohnt, dass das Fahrrad eine Alternative ist. Von 17 Uhr können Busse und Bahnen in den Netzen des Regio Verkehrsverbundes Lörrach (RVL), also im Landkreis Lörrach, im Tarifverbund Nordwestschweiz und des elsässischen Distribus mit dem Museumsnacht-Ticket gratis genutzt werden.

Wie gelange ich am schnellsten
von Museum zu Museum?

In der Basler Innenstadt ist man in vielen Fällen zu Fuß am schnellsten. Zwischen den Museen verkehren auf sechs Linien aber auch Shuttle-Busse sowie auf einer siebten ein Oldtimer-Tram. Vier der Linien starten am Münsterplatz. Zudem fahren zwischen Schifflände, St. Alban-Tal und Museum Tinguely Shuttle-Schiffe. Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen stehen von 18 bis 1.30 Uhr am Münsterplatz rollstuhlgerechte Fahrzeuge bereit, die in der Nacht unter 004179 /4243077 bestellt werden können, allerdings nicht für den Nachhause-Transport.

Wie viele Museen schaffe ich
in der Museumsnacht?

Das kommt darauf an. Epizentrum der Veranstaltung ist die Basler Innenstadt mit einer enorm hohen Museumsdichte. Hier sind die Häuser oft nur einen Katzensprung voneinander entfernt, der Andrang in großen Häusern aber bisweilen enorm. Wer in die Häuser in der Peripherie möchte (Fondation Fernet Branca in St. Louis, Fondation Beyeler in Riehen und Vitra Design Museum in Weil am Rhein), muss für den Weg mehr Zeit einplanen. Im Durchschnitt, sagt die Statistik, schaffen die Besucher 3,5 Museen.

Wohin wende ich mich,
wenn ich nicht mehr weiter weiß?

Am Münsterplatz 15 ist am Veranstaltungstag von 18 bis 1 Uhr eine Infostelle eingerichtet, die telefonisch erreichbar ist unter 004161/2678401.

Komme ich auch spät noch mit Bus
oder Bahn nach Südbaden zurück?
Am Badischen Bahnhof fahren um 1.30 Uhr drei Sonderzüge ab, nach Waldshut (unter anderem mit Halt in Grenzach, Wyhlen, Herten, Rheinfelden, Beuggen und Schwörstadt), nach Zell im Wiesental (mit Halt in Riehen-Niederholz, Riehen, Stetten, Museum/Burghof, Lörrach Hauptbahnhof, Schwarzwaldstraße, Haagen/Messe, Brombach-Hauingen, Steinen, Maulburg, Schopfheim West, Schopfheim, Fahrnau sowie Hausen-Raitbach) und Freiburg (unter anderem mit Halt in Weil am Rhein, Haltingen, Efringen-Kirchen, Bad Bellingen und Müllheim). Mit den Kombitickets (28 Euro für Erwachsene, fünf Euro für U 26) ist die Fahrt gratis.

Um 2 Uhr ist die Nacht nicht vorbei.
Gibt es auch danach Angebote?

Ja, aber nicht in den Museen. Dort gehen die Mitarbeiter ans Aufräumen. Schließlich sollen sich die Museen am anderen Morgen Besuchern zu regulären Öffnungszeiten wieder so präsentieren, als hätte es gar keine Museumsnacht gegeben. Die Clubs Balz (Steinenbachgässlein 34), Des Arts (Barfüsserplatz 6), Heimat (Erlenstraße 59), Manger & Boire (Gerbergasse 81) und Parterre One (Klybeckstraße 1b) laden aber zum Abtanzen ein.