NS-Justiz

Als am Holzmarkt in Freiburg Todesurteile verhängt wurden

Michael Hensle

Von Michael Hensle

So, 17. November 2019 um 09:30 Uhr

Freiburg

BZ-Plus Im Gebäude des Amtsgerichts residierten während der Zeit des Nationalsozialismus zwei Sondergerichte. Sie verhängten Todesurteile – gegen so genannte Plünderer und Mitglieder des Widerstands.

Über die Existenz und die Tätigkeit der zwei Gerichte ist wenig bekannt: Es sind das Sondergericht Freiburg und das Reichskriegsgericht. Beide Strafgerichte waren Instrumente der NS-Unrechtsregimes.

Am 21. März 1933, drei Tage vor dem "Ermächtigungsgesetz", wurde in Hitlers Kabinett aus Nationalsozialisten und Deutschnationalen die Verordnung über die Bildung von Sondergerichten verabschiedet. Die Sondergerichte waren zuständig für die Verfolgung von Delikten nach der "Reichstagsbrandverordnung", nach der zentrale Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt worden waren.

Diese neuen Gerichte waren auch zuständig für Vergehen gegen die sogenannte Heimtückeverordnung: Behauptungen, die geeignet seien, "das Wohl des Reichs oder eines Landes oder das Ansehen der Reichsregierung oder einer Landesregierung oder der hinter diesen ...

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