Euroairport Bahnanschluss

Amtschef Lahl: "Wir eiern nicht und drücken uns nicht"

Michael Baas

Von Michael Baas

So, 22. September 2019 um 11:09 Uhr

Lörrach

BZ-Plus Das Land Baden-Württemberg wird sich an der Finanzierung des Euroairport-Bahnschlusses beteiligen. Uwe Lahl, Amtschef des Verkehrsministeriums, lässt im Interview aber die Höhe des Beitrags offen.

Beteiligt sich das Land an der Finanzierung einer Bahnanbindung des Euroairports? Vor zehn Jahren sicherte der damalige Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) das erstmals zu. Nachfolgende Landesregierungen standen dieser Zusage aber abwartend und reserviert gegenüber. Nun bekennt sich das Verkehrsministerium erstmals öffentlich zu der Beteiligung und zum weiteren Ausbau des schienengebunden Nahverkehrs in der Region.

BZ: Herr Lahl, die Schweiz und Frankreich forcieren die Bahnanbindung des Euroairports. Auf Schweizer Seite ist das Projekt inzwischen finanziert. Wie steht das Land zu dem Vorhaben?
Lahl: Grundsätzlich sehen wir eine Bahnanbindung positiv. Uns freut es, wenn die Schweiz und Frankreich jetzt dabei sind, damit vorankommen. Aber man darf nie vergessen: Dieser Bahnanschluss dient aus unserer Sicht primär Interessen in der Schweiz und Frankreich.
Verkehr:
Land beteiligt sich am Bahnanschluss des Euroairports
BZ: Obwohl rund ein Viertel der inzwischen fast neun Millionen Fluggäste, also fast 2,5 Millionen Menschen aus Baden-Württemberg kommen?
Lahl: Wir sehen uns keineswegs ganz außen vor und sind auch bereit, das Projekt mit einem Interessenbeitrag finanziell zu unterstützen.

BZ: So klar war das bislang aber nicht: Das Land und gerade das Verkehrsministerium waren hinsichtlich dieses Interessenbeitrags, den der frühere Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU) schon 2009 in Aussicht gestellt hatte, zuletzt eher vage und sind etwas geeiert.
Lahl: Das stimmt so nicht. Wir eiern nicht und drücken uns nicht. Die Aussage eines Ministerpräsidenten , bezogen auf langfristig angelegte Infrastrukturplanungen, hat Bestand. Auch wenn es inzwischen zehn Jahre her ist, Herr Oettinger nicht mehr amtiert und ...

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