Hitzestress

An der Adolf-Reichwein-Schule werden elf Bäume gefällt

Jelka Louisa Beule

Von Jelka Louisa Beule

Do, 11. Juli 2019 um 18:01 Uhr

Freiburg

Alle Bäume in Bereichen, in denen sich Kinder aufhalten, werden in Freiburg derzeit auf ihre Standfestigkeit kontrolliert. Wo welche weichen müssen, sollen Neupflanzungen erfolgen.

Sie haben den Hitzesommer 2018 nicht gut überstanden: An der Adolf-Reichwein-Schule im Stadtteil Weingarten wird die Stadt Freiburg in den kommenden Wochen elf Bäume fällen. Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Pflanzen nicht mehr standfest sind, weil sie unter dem Trockenstress gelitten haben, erklärte Andrea Katzer-Hug, die Leiterin des städtischen Gebäudemanagements, im gemeinderätlichen Bauausschuss.

Die Stadtverwaltung kontrolliert derzeit alle Bäume in Bereichen, in denen sich Kinder aufhalten. Hintergrund ist ein Vorfall von vor zwei Wochen: Im Stadtteil Landwasser war ein großer Ast auf eine Rutsche gekracht. Das Spielgerät war zu dem Zeitpunkt glücklicherweise leer, verletzt wurde deshalb niemand.

Die Stadtverwaltung sperrte den Spielplatz vorsichtshalber und suchte nach der Ursache für den Vorfall. Bei dem Baum handelte es sich um eine sogenannte Hybrid-Pappel. Diese neige, so das Rathaus, bei heißem und trockenem Wetter dazu, ohne äußerliche Einwirkungen, wie beispielsweise einen Sturm, zu spontanem Astbruch. Durch die langen Dürreperioden des vergangenen Sommers habe die Pflanze an Vitalität verloren.

Bäume an der Adolf-Reichwein-Schule werden wohl nicht die letzten sein

"Genau die gleichen Pappeln stehen auch an der Adolf-Reichwein-Schule", erklärte Andrea Katzer-Hug – weshalb sie nun gefällt werden müssten. Neben sieben Pappeln seien vier weitere Bäume unterschiedlicher Arten betroffen. Die Bäume würden durch Neupflanzungen ersetzt. Aktuell schaue das Rathaus, welche Baumarten sich dafür am besten eignen – ausgewählt werden sollen Pflanzen, die besser mit dem Hitzestress zurecht kommen.

Klar sei schon jetzt, so sagte Baubürgermeister Martin Haag, dass die Bäume an der Adolf-Reichwein-Schule wohl nicht die letzten sein werden, die das Trockenjahr schlecht überstanden hätten und deshalb gefällt werden müssten. Aber das Rathaus müsse handeln, der abgebrochene Ast in Landwasser sei "ein schwerer Zwischenfall" gewesen.