Landtagswahl

Auch im Hochschwarzwald gibt es viele Briefwähler

Susanne Gilg

Von Susanne Gilg

Do, 11. März 2021 um 17:22 Uhr

Titisee-Neustadt

In den zehn Gemeinden im Hochschwarzwald gibt es – wie überall im Land – große Zuwächse bei der Stimmabgabe per Post. In den Wahllokalen gelten strenge Hygieneregeln.

Laut einer Forsa-Umfrage haben bereits 34 Prozent der befragten Wahlberechtigten im Land per Briefwahl abgestimmt – für den Hochschwarzwald zeichnen sich ähnliche Zahlen ab, wie eine Umfrage bei den zehn Rathäusern zeigt. Für alle, die ihr Kreuz in der Wahlkabine vor Ort machen möchten, gelten strenge Hygieneregeln, die das Land vorgibt. Zur Sicherheit sollten Wähler einen eigenen Kugelschreiber mit ins Wahllokal bringen. Mit den Ergebnissen rechnen die meisten zwischen 19 und 20 Uhr.

Breitnau

Bis Mittwoch sind laut Hauptamtsleiter Andreas Müller 426 Wahlscheinanträge gestellt und 281 Briefwahlumschläge zurückgesandt worden. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl 2016: "Da hatten wir 195 Briefwähler", so Müller. Breitnau hat insgesamt 1302 Wahlberechtigte. Die Gemeinde hat ein Wahllokal in der Kultur- und Sporthalle eingerichtet. "Aufgrund der hohen Anzahl an Briefwählern tritt der Briefwahlvorstand bereits um 16 Uhr zur Zulassung der Wahlbriefe im Rathaussaal zusammen", so Müller.

Eisenbach
1557 Wahlberechtigte leben in Eisenbach, 410 Briefwahlanträge sind nach Auskunft von Hauptamtsleiter Heiko Riesterer bis Mittwoch gestellt worden, 290 Wahlbriefe sind bisher eingegangen. 2016 lag der Anteil an Briefwählern bei der Landtagswahl in Eisenbach bei 18 Prozent. Es gibt Wahllokale in Eisenbach, Bubenbach, Oberbränd und Schollach. "Die Wahllokale sind in die Veranstaltungsräume der jeweiligen Ortsteile verlegt worden, um ausreichend Abstand zu gewährleisten", so Riesterer.

Feldberg
334 von 1197 Wahlberechtigten haben in Feldberg, Stand Donnerstag, per Briefwahl abgestimmt. Wie Hauptamtsleiter Sascha Gampp mitteilt, haben 463 Menschen Briefwahlunterlagen beantragt. Bei der Landtagswahl 2016 gab es 334 Briefwähler. Das Wahllokal ist in der Feldberghalle, Wähler sollten einen eigenen Kugelschreiber mitbringen.

Friedenweiler
1532 Wahlberechtigte gibt es in Friedenweiler, 505 Briefwahlunterlagen wurden bis Donnerstag beantragt. Abgestimmt haben bis jetzt 460 Menschen, informiert Hauptamtsleiter Patrick Booz. 2016 lag der Briefwähleranteil bei 19,46 Prozent. In Friedenweiler gibt es zwei Wahllokale: für den Wahlbezirk Rötenbach das Foyer der Benedikt-Winterhalder-Halle, für den
Wahlbezirk Friedenweiler das Foyer im Haus des Gastes. Mit der Zulassung der Wahlbriefe werde um 15.30 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses begonnen.

Hinterzarten
Am Mittwoch hatten von 1741 Wahlberechtigten 640 Menschen Briefwahlunterlagen angefordert. Rund 30 Prozent der Hinterzartener Wähler haben an der letzten Landtagswahl durch Briefwahl teilgenommen – bei einer Wahlbeteiligung von fast 75 Prozent, berichtet Hauptamtsleiter Heiko Wehrle. Das Wahllokal ist wegen Corona vom Rathaus (Sitzungszimmer) in den großen Kursaal im Kurhaus verlegt worden. "Dieser Raum ist ausreichend groß und kann belüftet werden", so Wehrle. Die Prüfung der Briefwahlunterlagen werde man eine Stunde vorziehen und bereits um 16 Uhr mit der Prüfung beginnen. "Im Verhältnis zu den letzten Wahlen haben wir mehr Wahlhelfer in der Briefwahl eingeteilt."

Lenzkirch

Bis Donnerstag hatten 1283 Menschen in Lenzkirch Briefwahl beantragt (36,1 Prozent). Damit ist der Briefwähler-Anteil schon jetzt mehr als doppelt so hoch wie 2016, als 629 ihre Stimme via Brief abgegeben hatten (17,3 Prozent). Insgesamt gibt es laut Auskunft von Hauptamtsleiter Walter Winterhalder 3555 Wahlberechtigte in Lenzkirch. Es gibt zwei Wahllokale in Lenzkirch, jeweils eines in Kappel, Saig und Raitenbuch. Der Briefwahlausschuss beginnt um 15 Uhr mit den vorbereitenden Tätigkeiten, ausgezählt werden darf – wie überall – erst ab 18 Uhr.

Löffingen
Von 5684 Wahlberechtigten hatten bis Donnerstag bislang 1883 Personen Briefwahl beantragt. "Bei der letzten Landtagswahl gab es in Löffingen 879 Briefwähler", informiert Hauptamtsleiterin Julia Selb. In Löffingen kann in sieben Wahllokalen gewählt werden: Tourist-Information (Löffingen), Seppenhofen (ehemaliges Rathaus), Göschweiler (Bürgersaal), Bachheim (Drei-Schluchten-Halle), Unadingen (Bürgerhalle), Dittishausen (Haus des Gastes) und Reiselfingen (Dietfurthalle). Mit dem Stimmzettel erhalten die Wähler einen desinfizierten Stift, den sie am Ausgang wieder abgeben können. Allen Wahlhelfern werde am Samstag ein kostenloser Schnelltest angeboten. "Zur Briefwahl haben wir unsere Wahlhelfer verdoppelt, hier helfen nun 17 Personen mit und fangen bereits um 15.30 Uhr mit den Vorbereitungen an", so Selb.

Schluchsee
Von 1749 Wahlberechtigten in der Seegemeinde hatten 618 Menschen am Donnerstag Anträge für die Briefwahl gestellt. 2016 hatten sich nach Auskunft von Hauptamtsleiter Stefan Roth von 1751 Wahlberechtigten 270 Wählerinnen und Wähler für die Briefwahl entschieden. In Schluchsee trifft sich der Briefwahlausschuss um 15.30 Uhr. Wahllokale sind im Rathaus Schluchsee im Saal "Seeblick 2" und im Kurhaus im großen Kursaal.

St. Märgen
Von 1384 Wahlberechtigten sind bis Mittwoch 566 Briefwahlanträge für die Landtagswahl gestellt worden. 2016 lag die Zahl der Briefwähler nach Angaben von Hauptamtsleiter Frank Simon bei 1376 Wahlberechtigten bei 189. In St. Märgen gibt es nur einen Urnenwahlbezirk: "Das Wahllokal ist aufgrund Corona diesmal nicht im Kapitelsaal des Klostermuseums, sondern in der Turnhalle der Urban-Heim-Grundschule", so Simon. Der Briefwahlvorstand ist personell leicht aufgestockt worden und beginnt mit der Prüfung der Wahlbriefe bereits um 14.30 Uhr, da gleichzeitig auch die Wahlbriefe der Bürgermeisterwahl geprüft werden müssen.

Titisee-Neustadt
Von den 8366 Wahlberechtigten in Titisee-Neustadt hatten bis Mittwoch 2438 Menschen Briefwahlanträge gestellt. Für die Wahl habe die Verwaltung ein Hygienekonzept erstellt, so Felix Tritschler von der Stadtverwaltung. Zu finden ist es im Internet. Nach Mitteilung der Landeswahlleiterin wurde der Urnenwahlbezirk Hirschbühlschule der Stadt Titisee-Neustadt als Stichprobenwahlbezirk für die repräsentative Wahlstatistik bestimmt. Die repräsentative Wahlstatistik wird in Wahlbezirken durchgeführt, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden.
Info:

Die landesweit geltenden Hygieneregeln für die Landtagswahl finden sich hier.