Auf der Suche nach einem Standort

Christiane Sahli

Von Christiane Sahli

Fr, 17. Mai 2019

Todtmoos

Präsentationsgebäude für das Modell der Wallfahrtskirche könnte in Todtmoos im Neuen Kurpark entstehen.

TODTMOOS. Für den Jubiläumsumzug im vergangenen Jahr hatten Karl Mutter und Rolf Kaiser in monatelanger Arbeit ein maßstabsgetreues Modell der Wallfahrtskirche angefertigt. Für dieses wird die Errichtung eines Präsentationsgebäudes im Neuen Kurpark in Erwägung gezogen.

Bei einer Ortsbesichtigung im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am Dienstag wurde ein Standort im Bereich des Kräuterbeetes als für geeignet befunden, ein Beschluss aber noch nicht gefasst.

Viel Bewunderung hatte das Modell der Wallfahrtskirche beim Festumzug erregt. Mutter und Kaiser wollen das Modell der Gemeinde spenden und hatten die Errichtung eines Präsentationsgebäudes angeregt, da eine anderweitige Präsentation, etwa in der Wallfahrtskirche oder öffentlichen Gebäuden, an der Größe des Modells scheitert. Der von Mutter und Kaiser favorisierte Standort im Alten Kurpark mit Sicht auf die Wallfahrtskirche wurde vom Gemeinderat nicht mitgetragen, man befürchtete angesichts der für den Alten Kurpark gewährten zweckgebundenen Fördermittel eine Rückforderung bei Errichtung des Gebäudes (die BZ berichtete). Ein Standort im Neuen Kurpark wurde indes allgemein befürwortet.

Bei der Ortsbegehung des Gemeinderates mit den Initiatoren und Bauhofleiter Siegfried Opfer wurden verschiedene Standorte in Augenschein genommen. Dem Abriss des in die Jahre gekommenen Lebkuchenschindelhauses und dem Bau des Präsentationsgebäudes an diese Stelle wurde schnell eine Absage erteilt. Für diesen Standort hätte allerdings gesprochen, dass der Hausmeister der Wehratalhalle auch bei dem Präsentationsgebäude nach dem Rechten hätte sehen könne.

Weiter wurde ein Standort an der Wehra nahe des Salesiaweges in Betracht gezogen, aber schnell wieder verworfen, nachdem Opfer auf die Hochwassergefahr hingewiesen hatte. Der Bauhofleiter regte stattdessen einen etwas höher gelegenen Standort ganz in der Nähe der Parkplätze an.

Einigen konnte man sich letztlich auf einen Standort in Höhe der Einsegnungshalle nahe des Kräuterbeetes, mit dem sich auch Mutter und Kaiser einverstanden erklärten. Gemeinderat Ingomar Franz (Freie Wähler) gab allerdings zu bedenken, dass das Präsentationsgebäude den weiten Blick einschränke und befürwortete die von Opfer vorgeschlagene Position.

Auch wenn man sich auf einen Standort geeinigt hatte, ist der Bau des Präsentationsgebäudes noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Denn zunächst muss einmal geprüft werden, ob ein Gebäude an dieser Stelle baurechtlich überhaupt zulässig ist. Und auch die Finanzierung muss geklärt werden, denn ein von Mutter vorgelegter Entwurf würde mit rund 40 000 Euro zu Buche schlagen.