Güterbahnhof

Bahn entschuldigt sich für Baulärm in der Nacht

Manuel Fritsch

Von Manuel Fritsch

Di, 20. August 2019 um 09:59 Uhr

Freiburg

Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtteil Brühl beschweren sich seit Tagen über nächtlichen Lärm am Güterbahnhof. Dort hat die Bahn Schotter verladen, der bei den Bauarbeiten bei Denzlingen anfiel.

"Es hört sich an, als ob Stahlträger in Wannen geworfen würden", berichtet ein Anwohner. Schotter und Erde werde noch spät nachts auf Lastwagen verladen und weggefahren. Dazu komme der Krach der rückwärts fahrenden Lkw, an schlafen sei kaum zu denken.

Bodenaushub und Schotter wurden entsorgt

Bei der Stadtverwaltung ist nichts über diese Arbeiten zu erfahren, man wird an die Deutsche Bahn verwiesen. Diese antwortet nach einigen Tagen. Demnach wurden in dem Gebiet tatsächlich große Mengen Bodenaushub und Schotter entsorgt, die bei den Gleisumbauten auf der Rheintalbahn zwischen Denzlingen und Gundelfingen stammen. Dort werde eines der beiden Gleise erneuert und der Untergrund verbessert. Da dort zurzeit nur ein Gleis benutzt werden kann, müsse der Bauschutt direkt auf Bahnwagen verladen werden. Der Aushub werde dann zum Freiburger Güterbahnhof transportiert, ab- und umgeladen und auf Lastwagen zum Entsorger transportiert.

Da die Deutsche Bahn auch schon von der Freiburger Stadtverwaltung auf die Beschwerden wegen der nächtlichen Arbeiten hingewiesen wurde, sei die Baufirma, die die Bahn beauftragt hatte, nochmals auf das Nachtarbeitsverbot hingewiesen worden. Eigentlich, so ein Bahnsprecher, sei die Firma über das Verbot informiert gewesen. Die Bahn, so der Sprecher, entschuldige sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Die gute Nachricht: Die Anwohner haben das Schlimmste überstanden. Die Arbeiten sollten am gestrigen Montag abgeschlossen werden.