Strengere Regeln

Bahnfahren mit einem Tuch ist in der Schweiz nicht erlaubt

Savera Kang

Von Savera Kang

Di, 07. Juli 2020 um 17:50 Uhr

Basel

Seit dieser Woche gilt auch in der Schweiz eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Anders als in Deutschland gilt als Maske jedoch nicht quasi alles, was die untere Gesichtshälfte – inklusive Nase – bedeckt.

Erlaubt sind chirurgische Masken, OP-Masken oder industriell gefertigte Textilmasken. Schals und Tücher genügen der neuen Pflicht ausdrücklich nicht; Stoffmasken müssen Normen und Standards erfüllen. Sind also die hierzulande beliebten nicht-industriell gefertigten Stoffmasken beim Nachbarn überhaupt erlaubt? Auf Nachfrage antwortet Mediensprecher Daniel Dauwalder für das schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG): "Ja, aber das BAG empfiehlt sie ausdrücklich nicht." Ob die getragenen Masken zugelassen sind, werde jedoch nicht kontrolliert, schreibt Dauwalder.

Zuvor galt bereits eine Empfehlung zum Maskentragen, wenn ein Abstand von mindestens anderthalb Metern zu anderen Menschen nicht eingehalten werden kann. Der Empfehlung kamen jedoch nur wenige nach – an die nun geltende Maskenpflicht scheinen sich die meisten Menschen in der Schweiz bislang zu halten. Sie gilt übrigens nicht in Geschäften, sondern nur in Zügen, Straßenbahnen, Bussen, Seilbahnen und auf Schiffen.

Kinder unter zwölf Jahren müssen keinen Mund-Nasenschutz tragen. Für alle anderen gilt: Maske über Mund und Nase ziehen oder "das Verkehrsmittel an der nächsten Station verlassen", wie das BAG in einem Infoblatt schreibt. Kontrolliert wird die Einhaltung durch Zugpersonal, die Bahnpolizei oder Sicherheitsdienste. "Widersetzt sich eine Person den Aufforderungen der Sicherheitsleute und verlässt das Fahrzeug nicht, kann sie wegen Ungehorsam eine Buße bekommen."
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