Kino

Barbara Auer besprach im Friedrichsbau ihren neuen Film "Vakuum"

Elisa Engler

Von Elisa Engler

Di, 16. April 2019 um 11:51 Uhr

Freiburg

Die Schauspielerin Barbara Auer war im Friedrichsbau Kino zu Gast. Dort besprach sie zusammen mit dem Publikum den Film "Vakuum" von Christine Repond.

"Darf ich ein bisschen ausholen?" Schauspielerin Barbara Auer lehnt entspannt am Bühnenrand der Leinwandplattform im Friedrichsbau Freiburg und beantwortet Fragen zu ihrem neuen Film "Vakuum": Vor drei Jahren sei ihr das Drehbuch von Regisseurin Christine Repond zugeschickt worden, mit einem sehr ähnlichem Plot zu dem, was gerade auf der Leinwand zu sehen war.

Drei Jahre habe es gedauert bis der Film gedreht werden konnte, da das Produktionsbudget erst bei einem Besuch in der Schweiz "ganz ohne deutsches Geld" zusammen gekommen sei. Diese Wartezeit sei ein Grund, warum sich einige Veränderungen ergeben haben, denn Repond und Auer standen in fortlaufendem Austausch über das geplante Werk.

"Vakuum" sollte möglichst dokumentarisch gedreht werden

Ein anderer Grund für Abweichungen vom Original-Skript sei der Wille gewesen, sich auf Spontanitäten einzulassen: wie die aufkommenden Gefühle der Schauspieler beim Dreh (Besuch bei Doktor Seidenberg), oder einfache Wetterumstände (Schlussszene im Nebel). Doch auch "wenn die Figuren Umwege mit einem nehmen, hat man am Ende keinen Einfluss mehr, weil das Ding im Schneideraum entsteht", verrät die Schauspielerin.

Auer hält viel von der jungen Regisseurin Christine Repond, die "Vakuum" möglichst dokumentarisch drehen wollte. Es solle wirken, "als ob keine Kamera da wäre" bemerkt die Schauspielerin und lächelt. Die Schwierigkeit bestünde dann darin, das Spiel runterzufahren, Selbstdarstellung und die eigene Präsentation der Rolle zurückzunehmen und zu versuchen, einfach nur zu sein, erklärt Auer. Deshalb seien die Alltagsszenen auch so wichtig. Auf die Frage, wie sie sich in diesen realitätsnahen Momenten gefühlt habe, antwortet die Schauspielerin: "mit Verzweiflung über die Ungewissheit, wie es weiter gehen soll Fenster zu putzen oder Laub zu rechen, das kennt jeder von uns." So sei es überhaupt möglich, einen persönlichen Bezug zu den Charakteren herzustellen.

Rolle als Schauspielerin gelassen

"Letztendlich wird eine Geschichte erzählt, es entsteht Austausch und damit erfüllt sich das, was man eigentlich wollte" verrät Auer über den Sinn von "Vakuum". Denn dieser Film stelle Fragen, die nur mit Variationen einer Antwort beantwortet werden könnten, die immer irgendwie ungemütlich bleibt.

Trotzdem nimmt Barbara Auer ihre Aufgabe als Schauspielerin gelassen; die Rolle der Meredith habe sie längst abgelegt wie jede Rolle, die ihr Ende auf der Leinwand findet. Und sie glaube nicht, dass es zwischen Meredith und André weiter gehen könne. "Aber mir ist es wurscht!"