Bauen orientiert sich am Bestand

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Do, 12. November 2020

Weil am Rhein

Bebauungsplanänderung macht im Otterbach den Weg frei für zwei Projekte der Wohnbau.

(us). Der Bebauungsplan "Nonnenholzstraße" ist einer der jüngsten der Stadt – und doch stimmte der Bauausschuss am Dienstag einer Änderung zu. Damit ist der Weg frei für zwei Neubauten, die die städtische Wohnbau dort plant und für die das Maß der baulichen Nutzung angepasst werden musste. Hatte der ursprüngliche Plan eine Neustrukturierung des gesamten Areals an der Ecke Nonnenholzstraße zur Basler Straße hin vorgesehen, dem auch die bestehenden Gebäude zum Opfer gefallen wären, misst der neuen Plan, der am Dienstag im Bauausschuss vorgestellt wurde, dem Bestand deutlich stärkere Bedeutung bei. So kann das langgezogene Wohngebäude hin zur Zollstelle erhalten bleiben und auch das Gebäude etwas östlich soll keinem Neubau weichen.

Die Sorge von Stadtrat Schiffmann, dass der neue Plan, der auf eine Festsetzung der Hausgruppen verzichtet, die Wohnqualität in dem Stadtteil negativ beeinflussen könnte, weil Bauherren die Freiheiten ausnutzen würden, wies Astrid Loquai mit dem Hinweis zurück, dass allein die Zahl der Stellplätze, die pro Wohnung angelegt werden müssen, ein Regulativ sei, um zu viele Wohnungen und damit eine zu hohe Dichte zu verhindern. Insgesamt drei Biotope grenzen zudem die Nutzung ein.