Ebolas Kinderstube

Fledermäuse übertragen viele gefährliche Erreger. Warum?

vfra

Von vfra

Sa, 13. September 2014 um 00:01 Uhr

Bildung & Wissen

Mit Killerviren aus dem Dschungel machte Deutschland das erste Mal vor rund 40 Jahren Bekanntschaft. 1967 wurden in Marburg Laboranten mit schwerem Fieber, Durchfall und inneren Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert.

7 von 31 Infizierten starben. Die Laborhelfer hatten sich an kranken Affen, die als Versuchstiere für die Impfstoffforschung aus Afrika eingeflogen worden waren, angesteckt.

Nur woher war das neue Marburg-Virus, wie man es bald nannte, eigentlich genau gekommen? Lange tappten die Forscher im Dunklen, denn die Affen schienen schon bald nicht mehr die wirkliche Wurzel des Übels sein. Irgendwo mussten sich auch die Primaten angesteckt haben, da war man sich schnell einig.

Erst 33 Jahre später fanden amerikanische Wissenschaftler die Lösung. Ihnen war aufgefallen, dass bei einem Marburg-Ausbruch in der Bergbauregion im kongolesischen Watsa vor allem Minenarbeiter dem Virus zum Opfer gefallen waren. Tests bei Höhlentieren bestätigten ihren Verdacht: Die Affen hatten sich die Infektion bei Fledermäusen gefangen, bei denen sich eindeutige Spuren der Viren im Blut fanden.

Sars, Mers, Tollwut –
in der Fledermaus

fühlen sich alle wohl

Die Primaten hatten entweder die Tiere selbst oder mit Fledermauskot verseuchte Früchte gegessen. Aber auch sonst sollte man den Flattertieren nicht zu nahe kommen. 2008 bewies eine niederländische Touristin, dass möglicherweise schon ein indirekterer Kontakt zur Ansteckung reicht. Bereits ein kurzer ...

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