Geschichte

Archäologen fordern besseren Schutz für Kulturerbe unter Wasser

Tomma Schröder

Von Tomma Schröder

Sa, 18. April 2020 um 14:14 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Unzählige Kulturgüter liegen auf dem Meeresboden der Nordsee, Archäologen und Heimatforscher legen sie frei und kümmern sich um sie – denn vielerorts lassen sie sich wie Geschichtsbücher lesen.

Ein typischer Tag an der Nordseeküste. Es ist windig, der Himmel grau und wolkenverhangen und es gibt eigentlich keinen ersichtlichen Grund, bei diesem Wetter im Wattenmeer herumzuspazieren. Fritz Schröder macht es trotzdem. Zielstrebig läuft er auf ein Gebiet zu, das zunächst aussieht wie alles andere rundherum auch: braun, schlickig, trist. Doch je näher er seinem Ziel kommt, desto aufmerksamer richten sich seine Augen auf den Boden. Denn das Hin und Her von Flut und Ebbe legt nach und nach vor seiner Haustür Spuren der Vergangenheit frei. Spuren einer Katastrophe.

Am 24. Dezember 1717 wissen viele nicht, dass sie den ersten Weihnachtsfeiertag nicht überleben werden
Still ist diese heilige Nacht nicht. Ein stürmischer Südwestwind heult seit Tagen um die Häuser. Aber es ist doch merklich stiller geworden, als die Menschen am Abend des 24. Dezember im Jahr 1717 aus der Kirche treten. Beruhigt legen sich die meisten schlafen und ahnen nicht, dass sie den ersten Weihnachtstag nicht überleben werden. Denn in der Nacht dreht der Wind auf Nordwest und frischt zum Orkan auf. Mit der Flut früh morgens peitscht er die Wassermassen gegen die Küsten, spült den Deich teilweise auf mehreren Kilometern Länge einfach weg. Die verheerendste Sturmflut der Neuzeit bricht ...

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