Kunststoff

Neue Studie: Mehr Mikroplastik an Land als bislang gedacht

Christian Gruber

Von Christian Gruber

Fr, 06. April 2018 um 22:00 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Dass Plastik in Bäche, Flüsse oder Seen ausgeschwemmt wird und im Meer landet,wird inzwischen intensiv diskutiert. Der Großteil des Kunststoffs lagert sich aber womöglich an Land ab.

Gemüse und Obst unter oder auf Folie anzubauen, hat Vorteile: In trockenen Regionen spart das Wasser, in kalten Gegenden ist die Ernte früher auf dem Markt, die Qualität der Feldfrüchte wird besser, und man braucht weniger Spritzmittel und Dünger. Doch Umweltwissenschaftler fragen sich, ob die Plastiklandwirtschaft nicht auch ihre Schattenseiten hat.

Beispiel Polyethylen (PE), einer der am häufigsten verwendeten Kunststoffe in Abdeckfolien: PE ist robust, riecht nicht, gilt als ungiftig, und man kann das Material gut handhaben. Spezielle Beistoffe sorgen dafür, dass die Planen die Eigenschaften haben, die man möchte, etwa dass sie durchlässig für bestimmte Lichtwellen oder resistent gegenüber UV-Strahlung sind. Und hier sehen Forscher eine Welle auf uns zurollen: Polyethylen baut sich nur sehr langsam ab in der Natur. Zudem werden den PE-Folien Phtalate zugesetzt,Weichmacher, die leicht ausgewaschen werden können, wie ein Team um die Landauer Umweltwissenschaftlerin Gabriele E. Schaumann im Fachblatt Science of the Total Environment schreibt.

Man findet Phtalate inzwischen überall – auch in den Früchten
Man findet Phtalate, die unter Krebsverdacht stehen und hormonaktiv wirken, inzwischen überall – auch auf dem Acker und in den Früchten. Vor allem chinesische Erzeugnisse überschreiten die in den USA und der EU geltenden Grenzwerte regelmäßig. Hinzu kommt: ...

BZ-Plus-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ