Friesenheim

Bildungszentrum ist jetzt Inklusionsschule

Bettina Schaller

Von Bettina Schaller

Fr, 22. März 2019 um 19:00 Uhr

Friesenheim

Neue Betreuungsräume und ein Fahrstuhl wurden im Bildungszentrum Friesenheim eingeweiht. Damit darf sich die Schule jetzt Inklusionsschule nennen.

Schön gestaltete neue Räume für die Ganztagsbetreuung und einen Fahrstuhl hat jetzt das Bildungszentrum, so dass sich die Schule auch Inklusionsschule nennen kann. Darüber zeigte sich Rektorin Angelika Philipzen erfreut, als zusammen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft die Einweihung gefeiert wurde.

"Es ist nicht üblich für eine Schule, eine solche Unterstützung zu erhalten." Angelika Philipzen
"Wir haben neue Möglichkeiten der Umsetzung der Ganztagsschule", sagte die Schulleiterin und sprach dem Schulträger Dank aus für die Finanzierung: "Es ist nicht üblich für eine Schule, eine solche Unterstützung zu erhalten." Ihr Vorgänger Hans Lögler habe "hartnäckig um den Fahrstuhl gekämpft", der nun die Schule für die Einbeziehung von Schülern mit Handicaps rüste. Eine zusätzliche Belastung sei der Umbau für die Hausmeister Jürgen Schuler und Patrick Ette gewesen, die das bestens geschultert haben.

Ziel ist die Schule als Lebensraum

Ziel sei es, Schule als Lebensraum für 156 Ganztagskinder werden zu lassen. Im laufenden Schuljahr seien 60 Prozent der Ganztagskinder in der Betreuung angemeldet, fürs kommende Schuljahr (mit insgesamt 210 Ganztagsschulkindern) weitere 60 Prozent der Fünftklässler. "Was die Prognosen angeht, sind wir auf dem richtigen Weg", betonte Philipzen. An drei Tagen in der Woche stehen ihnen bis 15 Uhr auf 300 Quadratmetern drei Räume zur Verfügung.

Elke Fimm mit Team und die pädagogische Assistentin Ulrike Kempf betreuen die Schüler. Ihnen steht ein Lernatelier zur Verfügung zum Schul- und Hausaufgaben machen, basteln oder für Gesellschaftsspiele. Schülermentoren betreuen die Kinder mit.

Thema Fahrstuhl stand seit 2013 zur Debatte

Neben dem Lernatelier gibt es einen Ruheraum mit Leseecken. Im dritten Raum geht es bewegter zu. Dort stehen ein Tischkicker und Bewegungsspiele bereit, und von hier aus geht es auch nach draußen zum Spielen im Freien. Die neuen Räume sollen auch für Lernzeiten, Projektarbeit und differenzierte Arbeitsformen genutzt werden. Zudem sieht Angelika Philipzen eine Nutzungsmöglichkeit für hausinterne Fortbildungen, Besprechungen und Veranstaltungen der Eltern. "Doch bildungspolitisch hätte ich gerne eine andere Unterstützung für offene Ganztagsschulen", sagte Philipzen, "da gibt es noch viel Platz für offene Wünsche. Es ist ein großer Kraftakt für die Schulen."

Bürgermeister Erik Weide erinnerte daran, dass das Thema Fahrstuhl schon seit 2013 zur Debatte stand und der Gemeinderat sich nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Inklusion an Regelschulen 2015 für den Bau eines Aufzugs entschieden habe. Die erste Bauphase im Erdgeschoss habe 1,6 Millionen verschlungen, die zweite im Obergeschoss 300 000 Euro, die im Kellergeschoss nochmals 850 000 Euro.

Für den Fahrstuhl seien Kosten von 400 000 Euro entstanden. Die Umbaumaßnahmen seien mit einer Million Euro gefördert worden. Weide zeigte sich zuversichtlich, dass es auch eine Förderung für den Fahrstuhl geben werde.