Architektur

Frankfurter Büro gewinnt Wettbewerb zum Freiburger Neunlindenpark

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 09. August 2022 um 06:00 Uhr

Freiburg

Das Frankfurter Büro Stefan Forsten Architekten gewinnt den Wettbewerb von Planwerk Freiburg. Das Preisgericht zeigt sich rundum zufrieden.

Nachdem in der ersten Sitzung des Preisgerichts im Architektenwettbewerb Neunlindenpark in Freiburg Sacker Architekten aus Freiburg und Stefan Forster Architekten aus Frankfurt sich den ersten Rang noch teilen mussten (die BZ berichtete), hat das Gremium mit Vertretern des Freiburger Rathauses, der auslobenden Planwerk Freiburg GmbH sowie anderen Experten den Sieger einstimmig gewählt: Stefan Forsten Architekten.

Unter der Federführung von Friedemann Roller vom gleichnamigen Büro saßen im Preisgericht Roland Jerusalem (Leiter Stadtplanungsamt Freiburg), Holger Ratzel (Leiter Baurechtsamt Freiburg), Zvonko Turkaly (Professor an der Leibniz Universität Hannover, ehemals Vorsitzender des Freiburger Gestaltungsbeirats), Fred Gresens (Vorstand Baugenossenschaft Gemibau), Frank Pfaff (Sachverständiger), Gabi Lebherz (Abteilungsleiterin Städtebau und Wohnen im Stadtplanungsamt), Rebecca Trautmann (Stadtplanerin im Stadtplanungsamt), Stephan Lemper (Garten- und Tiefbauamt Freiburg) sowie die Planwerk-Geschäftsführer Lars Bargmann und Frank Böttinger.

Die Frankfurter setzten die Vorgaben am besten um

Aufgabenstellung war es, die bestehende Bebauung auf den beiden rund 5400 Quadratmeter großen Baugrundstücken entlang der Neunlindenstraße 8 und 10 städtebaulich, gestalterisch und funktional bestmöglich neu zu ordnen. Entstehen soll in Abstimmung mit der Stadt Freiburg ein Mix aus hochwertigen Gewerbe-, Büro-, Praxen- und Handelsflächen, frei finanzierten sowie öffentlich geförderten Wohnungen.

Sieben Büros für Architektur und kooperierende Landschaftsarchitekturbüros aus Frankfurt, Heidelberg, Stuttgart und Freiburg hatten beim Wettbewerb mitgemacht. Sowohl Sacker Architekten als auch Stefan Forster Architekten hatten nach der ersten Sitzung noch Empfehlungen durch das Preisgericht für eine optimierte Planung erhalten und diese bearbeitet.

Bei der Analyse durch das Preisgericht stellte sich heraus, dass die Frankfurter diese Phase der Entwicklung besser für sich nutzen konnten. Die städtebauliche Figur an der Neunlindenstraße mit einer in vier Häuser geteilten Fassade, die Erreichbarkeit des mehr als 2000 Quadratmeter fassenden Innenhofs mit großen Bäumen (die gleichsam durch die Decke der Tiefgarage wachsen), durchdachte Grundrisse von insgesamt 72 Wohnungen (darunter 8 öffentlich gefördert) und nicht zuletzt eine wirtschaftlich effiziente Bauweise waren für das Preisgericht ausschlaggebende Punkte.

Planwerk freut sich auf die Aufgabe

"Wir freuen uns sehr, dass das Preisgericht auch unseren Favoriten zum Sieger gekürt hat und freuen uns nun gemeinsam mit Stefan Forster und seinem Team auf die Aufgabe, einen Bauantrag zu stellen", schreiben Bargmann und Böttinger, die zudem die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadtverwaltung lobten. Roland Jerusalem, Leiter des Stadtplanungsamtes, lobt seinerseits das engagierte Wettbewerbsverfahren und sieht mit dem ausgewählten Entwurf die Möglichkeit, ein attraktives Stadtquartier an der Neunlindenstraße zu realisieren. Jerusalem freut sich besonders über die Rückmeldung der Vorhabenträger, die nach anfänglicher Skepsis dem Verfahren einen wirklichen Benefit bescheinigen und jetzt mit großer Überzeugung den Wettbewerbssieger umsetzen wollen.