Historisches Gebäude

Brandruine des E-Werks in Kenzingen wird abgerissen

Ilona Hüge

Von Ilona Hüge

So, 28. Juni 2020 um 19:05 Uhr

Kenzingen

Am E-Werk und den Mühlengebäuden in Kenzingen wird aufgeräumt. Vier Wochen lang sollen die Abriss- und Aufräumarbeiten an der Brandruine dauern. Doch nicht alles soll weichen.

"Es wird nicht alles abgerissen", erläuterte Kenzingens Bürgermeister Matthias Guderjan in der letzten Sitzung des Gemeinderats. Abgerissen werden die Gebäudeteile mit "irreparablen Schäden". Die Grundmauern sollen erhalten bleiben. Abgeräumt wird alles, was für die Verkehrssicherungspflicht erforderlich ist. Für den Rückbau wird mit rund vier Wochen Arbeitszeit gerechnet, der Bauschutt wird entsorgt.

Nach dem Brand vom 29. April musste die Stadt das Ergebnis der Untersuchungen von Versicherung und Gutachter abwarten, bevor sie handeln konnte. Er halte es noch "für im Rahmen", sagte der Bürgermeister zu einer Anmerkung von Stadtrat Armin Weiland (Freie Wähler). Weiland hatte die lange Zeit zwischen Brand und Auftrag kritisiert. Guderjan erläuterte, welche Arbeitsschritte nötig waren: Sachverständige prüften, es wurden die Kosten ermittelt und der Rückbau ausgeschrieben.

Das günstigste von vier Angeboten mit knapp 130.000 Euro erhielt am Donnerstag im Gemeinderat den Zuschlag. Die Kosten wird die Versicherung übernehmen. "Wir sind gehalten, den Betrieb des E-Werks sicherzustellen", sagte Guderjan zur ersten Aufgabe der Stadt.

Über die Zukunft der Gebäude wird der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. "Sie dürfen sicher sein, dass ohne Gemeinderat nichts beschlossen wird", sagte der Bürgermeister. Guderjan könnte sich vorstellen, dass die Zukunft der Mühlengebäude in der Klausurtagung des Gemeinderats, die für September geplant ist, ausführlich diskutiert wird. "Es ist ein komplexes Thema", sagte er. Der Bürgermeister geht davon aus, dass der Denkmalschutz mitreden wird. Technisch ist die Sachlage auch nicht ganz einfach: Zwei der Gebäude stehen auf Brücken.

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