Buurefasnacht abgesagt

Ralph Lacher

Von Ralph Lacher

Di, 27. Oktober 2020

Kleines Wiesental

Wiesleter Buchwaldschratte: "Die Auflagen sind zu hoch".

"Die Auflagen für eine auch kleine Form von Buurefasnacht sind einfach zu hoch. Wir haben schweren Herzens alle unsere Veranstaltungen abgesagt." Dies teilen Cinzia Messa und Kim Schaubhut, das Vorstandsduo der Wiesleter Buchwaldschratte, mit. Für Anfang November 2020 hatte man den Cliquenball auf der Agenda, für Februar 2021 waren Hemdglunki und Kinderfasnacht sowie diverse auswärtige Umzugs- und Ball-Teilnahmen geplant. Nachdem so ziemlich alle Zünfte und Cliquen in der Region und darüber hinaus die kommende Fasnachtssaison gestrichen haben, tue man dies nun auch in Wieslet. Die Auflagen seien einfach zu hoch und gleichzeitig gelte es, die Gesundheit aller zu schützen, sagt Cliquenchefin Cinzia Messa. Die aktuell 24 aktiven Närrinnen und Narren hätten diese Entscheidung in einer Sitzung akzeptiert und einmütig die Absage beschlossen.

Die Absage aller Veranstaltungen treffe die Clique natürlich auch finanziell, so das Vorstandsduo. Denn nachdem schon das Frühlingsfest und das Datscha-Open-Air, das man mitgestaltete, in diesem Jahr ausfallen mussten, konnte auch das Maibaumstellen durch die Buchwaldschratte nicht stattfinden. Aber noch schlimmer als der wirtschaftliche Aspekt sei der soziale, sagt Cinzia Messa. Und meint damit, dass die Kontakte der Cliquenmitglieder untereinander, zum Dorf und zu den Fasnachtsfreunden in der Region einfach fehlen.

Ein kleines Hintertürchen wollen sich die Wiesleter Buchwaldschratte aber offenhalten: "Je nachdem, wie die Auflagen für Freiluft-Veranstaltungen sind, wollen wir uns mit dem Musikverein Wieslet kurzschließen und vielleicht dann einen kleinen Hemdglunki-Umzug anbieten für die Familien aus dem Dorf", erklärt Cinzia Messa.