Landtagswahl 2021

Christof Nitz will für den Wahlkreis Lörrach das CDU-Mandat zurückgewinnen

Sabine Ehrentreich

Von Sabine Ehrentreich

Fr, 15. Mai 2020 um 12:55 Uhr

Lörrach

Der Kreisvorstand der CDU schlägt der Nominierungsversammlung Schopfheims Ex-Bürgermeister Christof Nitz als Kandidaten für die Landtagswahl vor. Anja Herzog soll Zweitkandidatin werden.

Christof Nitz, von 2003 bis 2019 Bürgermeister in Schopfheim, bewirbt sich bei der Landtagswahl im März als Kandidat der CDU. Zweitkandidatin ist Anja Herzog, Immobilieninvestmentmanagerin aus Lörrach. Beide werden vom Kreisvorstand in einer Nominierungsversammlung, die über die Kandidatur entscheiden wird, ins Rennen geschickt. Diese Versammlung sollte eigentlich am Freitag stattfinden, musste aber wegen der Pandemie verschoben werden. Nun ist der 3. Juli anvisiert.

Christof Nitz, geboren 1964 in Furtwangen, ist Diplom-Verwaltungswirt und seit seiner Demission als Bürgermeister Dozent an der Verwaltungshochschule in Kehl, Geschäftsführer einer Consultingfirma und einer Holzbau GmbH. Er wohnt in Ballrechten-Dottingen, ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Söhne. In der CDU ist er seit 1994. Er sei von mehreren Seiten gefragt worden, ob er sich die Kandidatur vorstellen könne, sagt Nitz. Ihn motiviere die Chance, wieder in den politischen Diskurs einzusteigen und in Stuttgart als Bindeglied zwischen Landes- und Kommunalpolitik zu wirken, falls er nominiert und gewählt werde.

Anja Herzog, 1974 in Weil am Rhein geboren, absolvierte eine Ausbildung zur Industriekauffrau, bildete sich zur Immobilienmaklerin und Immobilien Investment Managerin weiter und arbeitet selbstständig. Sie ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Lörrach-Hauingen. In der CDU ist sie seit 2018, im Kreisvorstand seit 2020.

Mehrere Interessenten in der Bewerberrunde

Das Duo, das der Kreisvorstand in der Nominierungsversammlung vorschlagen wird, sei Ergebnis einer Bewerberrunde mit mehreren Interessenten, sagt der Kreisvorsitzende Jürgen Rausch. Der Vorstand habe sich im Vorfeld überlegt, welche Themen er besetzen wolle, und habe ein geschlechtergemischtes Doppel angestrebt. Es sei nicht in allen Ortsverbänden ganz einfach gewesen, "aber wir haben es geschafft, dieses Signal zu setzen". Er begrüße es, eine Frau als Zweikandidatin an seiner Seite zu haben, sagt Christof Nitz. Sie bringe "andere Sichtweisen" mit.

Die Frage nach der Chance, das 2016 verlorengegangene Mandat für die CDU zurückzugewinnen, sei schwer zu beantworten, sagt er. Auf jeden Fall wolle man im Falle einer Nominierung den Wählern klar machen, dass sie nicht den Ministerpräsidenten wählten, sondern den Abgeordneten für den Wahlkreis.