Infektionsgeschehen

Corona-Lagebericht: Der Trend im Kreis Emmendingen geht nach unten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 27. November 2020 um 19:22 Uhr

Kreis Emmendingen

In den vergangenen zwei Wochen hat das Gesundheitsamt Emmendingen eine leichte Abnahme der Fallzahlen beobachtet. Ansteckungen auf Arbeit und in der Schule nehmen aber zu.

Der Trend geht nach unten: In den letzten zwei Wochen hat das Gesundheitsamt Emmendingen eine leichte Abnahme der Fallzahlen beobachten können, schreibt das Landratsamt in seinem wöchentlichen Lagebericht. Es sei anzunehmen, dass dieser positive Effekt den geltenden Einschränkungen des Teil-Lockdowns und den Anstrengungen der Bevölkerung zu verdanken ist. Ob diese Entwicklung anhält, bleibe abzuwarten.

Infektionsketten in mehr als der Hälfte der Fälle unterbrochen

Im Zeitraum vom 20. November bis 26. November infizierten sich 180 Menschen mit dem Virus, davon jeweils 90 männlichen und weiblichen Geschlechts. Am Freitag kamen 23 hinzu, die Inzidenzzahl fiel auf 87,7. Seit Beginn der Pandemie gelten 2068 Personen im Kreis als infiziert und 1793 (Stand 26. November) als genesen. Dabei, schreibt das Gesundheitsamt, handelt es sich allerdings um eine grobe Schätzung, etwaige gesundheitliche Langzeitfolgen nach überstandener Infektion oder inzwischen eingetretene Todesfälle aufgrund anderer Ursachen würden nicht berücksichtigt.

Aktuell gelinge dem Gesundheitsamt in deutlich mehr als der Hälfte der Fälle eine rechtzeitige Unterbrechung relevanter Infektionsketten, bevor bei den Betroffenen Symptome auftreten. Die meisten der nachgewiesenen Übertragungen passierten innerhalb von Haus- und Lebensgemeinschaften.

Infektionen auf Arbeit, in der Schule und Pflege steigen

Allerdings setze sich der Trend fort, dass der Anteil der Infektionsfälle mit Bezug zum Arbeitsplatz, in der Seniorenpflege (sowohl Gepflegte als auch Mitarbeitende) und in Kindertageseinrichtungen und Schulen ansteige.

Unverändert besorgniserregend bleibt laut Gesundheitsamt der Übertritt des Infektionsgeschehens auf Risikogruppen und die ältere Bevölkerung – das spiegelt sich auch im weiteren Anstieg des Altersdurchschnitts wider. Sechs Menschen starben zwischen dem 20. und 26. November, alle stammten aus der Bevölkerungsgruppe über 70 bis über 90 Jahre. Der Altersdurchschnitt der Todesfälle lag daher bei 88 Jahren.