Café Kreuzweg

Das Lörracher Gratiscafé für Randgruppen wird eingeweiht

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 09. September 2021 um 10:57 Uhr

Lörrach

Das Gratiscafé in der Lörracher Teichstraße will eine Plattform für Benachteiligte sein und feiert am Freitag und Samstag seine Eröffnung. Betrieben wird es vom Verein Diakonische Stadtarbeit Kreuzweg.

Am Wochenende wird in Lörrach das angeblich erste Gratiscafé Deutschlands in zwei Etappen eröffnet. Am Freitag werden zunächst geladene Gäste anwesend sein; am Samstag folgt die öffentliche Feier für alle Bürgerinnen und Bürgern. Das Projekt am Rande des Stadtzentrums wurde nicht zuletzt durch die Aktion Mensch ermöglicht und das Haus Teichstraße 24 dann vom Verein Diakonische Stadtarbeit Kreuzweg umgebaut.
Die Eröffnung für die Bevölkerung beginnt am Samstag um 15 Uhr. Die Feier, bei der Seminarräume, die Unterbringungsmöglichkeiten für Obdachlose und die Bandprobenräume besichtigt werden können, geht bis 22 Uhr. Vorsitzende des soziokulturellen Zentrums ist die Kunsttherapeutin Ellen Müller. Weitere Vorstandsmitglieder sind Marija Malenica, Robby Horvath und Michael Aldinger. Horvath kümmert sich als stellvertretender Vorsitzender unter anderem um die Unterbringung von Obdachlosen. Der Bandproberaum für das Kreuzweg-Musikprojekt ist fertiggestellt, als nächstes folgt das Tonstudio im Untergeschoss.

Sozialarbeiter haben Büro im Obergeschoss

Auch die Büros für die Mitarbeitenden der sozialen Arbeit sind fertiggestellt. Die Zielgruppe des Vereins sind Randgruppen und Benachteiligte. Diesen Menschen soll eine Plattform gegeben werden, sich ohne Konsumzwang im Café aufzuhalten, zu essen und zu trinken, ins Gespräch zu kommen, Leute kennenzulernen und sich zu vernetzen. Ehrenamtliche Teams aus Kirchengemeinden und Privatpersonen werden den Cafébetrieb übernehmen. Ein ähnliches Konzept funktioniert als Beispiel seit mehr als 20 Jahren in Basel im Café Elim von der Diakonischen Stadtarbeit. Im Café wird es auch eine Plattform für Live-Auftritte geben. Auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft sind im Café willkommen.

Die Aktion Mensch unterstützt das Projekt durch einen großzügigen Zuschuss, der die Personalkosten für fünf Jahre abdeckt, sowie den Großteil des Inventars. Nach Angaben der Initiatoren ist so ein Projekt in dieser Form in Deutschland bislang einmalig.