Mitgliederentscheid

Das sagen prominente SPD-Politiker aus der Region zur neuen Partei-Doppelspitze

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 01. Dezember 2019 um 09:06 Uhr

Deutschland

Die Mitglieder der SPD wollen neue Gesichter an der Spitze der Partei. Drei SPD-Politiker aus Südbaden sagen, was sie von der Entscheidung für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans halten.

Gabi Rolland, Mitglied des Landtags Baden-Württemberg für den Wahlkreis Freiburg und Schallstadt

"Die SPD Mitglieder haben entschieden: Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken sollen die Partei führen. Am 6. Dezember wird der Parteitag wählen.

Jetzt gilt es, dass die SPD wieder neue Kraft gewinnt und daraus eine Mehrheit für die Modernisierung unserer Gesellschaft findet. Das heißt technologischen Wandel, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit unter einen Hut zu bringen. Die künftige Doppelspitze muss das beweisen und alle Mitglieder dabei mitnehmen."



Johannes Fechner, Mitglied des Bundestags für den Wahlkreis Emmendingen und Lahr
"Herzlichen Glückwunsch an Saskia Esken und Norbert Walter-Borjahns zum gewonnenen Mitgliederentscheid. Ich bin sehr froh, dass das viel zu lange Verfahren jetzt endlich mit einem klaren Ergebnis zu Ende ist und wir Klarheit über die zukünftige Parteispitze haben. Jetzt muss statt Personaldiskussionen wieder die Sachpolitik für die Bürger im Vordergrund stehen.

Nur neue Gesichter allein werden aber die SPD nicht wieder nach vorne bringen. Wir brauchen klare Kante gegenüber Union und Grünen und mehr Geschlossenheit, damit die Bürger unsere Ziele und Erfolge auch erkennen und honorieren. Ob die GroKo weitergeht, liegt an der Union. Wenn die Union weiter wichtige Themen wie den Kohleausstieg oder Maßnahmen gegen Mietsteigerungen blockiert, dann wird es schwer."



Rita Schwarzelühr-Sutter, Mitglied des Bundestags für den Wahlkreis Waldshut und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium
"Den Wunsch nach grundlegender Veränderung habe auch ich während des Wahlprozesses wahrgenommen. Jetzt geht es darum, unser Führungsduo zu unterstützen und die inhaltliche Erneuerung der Partei konsequent voranzutreiben und auch Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu liefern."



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