Elektroauto und Co

Das sind die klimafreundlichen Alternativen zu Benzin und Diesel

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Fr, 12. Januar 2018 um 21:00 Uhr

Wirtschaft

Alle reden vom Elektroauto. Dabei gibt es noch einige andere Alternativen zum Verbrennungsmotor. Eine Analyse und eine Darstellung der Vorzüge und Nachteile verschiedener Alternativen.

Experten sind sich einig: Wenn mit dem Klimaschutz ernst gemacht werden soll, muss sich im Straßenverkehr grundlegend etwas verändern. "Der Verkehrsbereich muss aus der Kuschelecke rausgeholt werden", sagt Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Eine Sprecherin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) macht deutlich: "Der Verkehrssektor ist seit Beginn der Bemühungen, den CO2-Ausstoß insgesamt zu senken, der einzige Sektor, in dem das nicht gelingt. Im Gegenteil, die Emissionen des Verkehrssektors steigen leicht."
Dabei muss vor allem hier dringend gehandelt werden: "Der Straßenverkehr macht etwa 20 Prozent der Treibhausgase aus", sagt Martin Wietschel, Experte für Energietechnologien am Fraunhofer Institut ISI in Karlsruhe. Um die bestehenden Klimaschutzziele zu erreichen, müsse der Verkehr langfristig CO2-frei werden: auf Schiene und Straße, für Pkw und Lkw. Aber nicht nur das Kohlendioxid, sondern auch Schadstoffe wie Stickoxid werden ein Problem, vor allem in Städten. In der Stuttgarter Innenstadt drohen Dieselfahrern daher Fahrverbote.
Autoindustrie möchte sich nicht auf eine Antriebsart beschränken
Ist das batteriebetriebene Elektroauto der Heilsbringer für die Autoindustrie in einer Welt ohne Autos mit Verbrennungsmotor? Keinesfalls wolle man sich auf eine Antriebsart beschränken, sagt Eckehart Rotter, Sprecher des deutschen Verbands der Autoindustrie (VDA). Er spricht von einer "Fächerstrategie" und warnt ausdrücklich davor, nur auf eine einzige Form des Antriebs zu setzen. Er sagt aber auch: "Man kann nicht alles gleichzeitig machen. Wir müssen Schwerpunkte setzen. Es stimmt, dass der Fokus derzeit auf der batteriebetriebenen Lösung liegt." Ihm zufolge haben die großen deutschen Hersteller – also VW, BMW und Daimler – bei der Internationalen Automobilausstellung IAA im September vergangenen Jahres 150 neue Modelle für Elektroautos vorgestellt. Der VW-Konzern kündigte an, dass es bis 2030 für jedes der rund 300 Modelle des Konzerns mindestens eine elektrifizierte Variante geben soll.
Was aber ist mit den anderen Alternativen zum batteriebetriebenen Elektroauto – warum spielen diese in der "Fächerstrategie" eine so untergeordnete Rolle? Zuallererst ist es wichtig, sich eines bewusst zu machen: Die Zukunft der Mobilität wird nicht in Deutschland entschieden. Deutsche ...

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