Neuzugang

Der Biber hat Titisee-Neustadt erreicht

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Di, 11. Oktober 2011 um 18:36 Uhr

Titisee-Neustadt

Gesehen hat ihn noch niemand, doch angenagte Bäume sind untrügliche Zeichen dafür: Der Biber hat die Orne als Lebensraum entdeckt. Oder will er hier doch nur Urlaub machen?

Er zeigt sich nicht, aber er ist da. Wer sonst könnte so an der Drillingsesche am Bach gedrechselt haben, dass sie nur noch ein Zwilling ist und das wohl auch nicht mehr lange? Und wer sonst sollte den Stamm der Zitterpappel ein Stück weiter so angenagt haben, dass sich am Fuß des Baums ein Kissen von hellen Späne gebildet hat? Langenordnach hat einen neuen Bewohner, der Biber scheint die Orne als Lebensraum erobert zu haben.

Da horcht man auf. Das zeigt sich auch an der Reaktion von Bettina Sättele. Als sie von der BZ hört, dass sich in Unterlangenordnach nahe dem Balzenhof womöglich der Nager aufhalte, will sich die Biologin und Biberexpertin in Diensten des Regierungspräsidiums seit 2002 auf Schilderungen und Fragen am Telefon gar nicht einlassen, sondern sich lieber gleich an Ort und Stelle der Spur nachgehen. Überrascht ist sie nicht, und schon in der Ebene fährt sie so langsam, dass sie am Treffpunkt gleich sagen kann, das Gehölz am Bach biete mit den weichen Schwarzerlen und Weiden doch einiges, was dem Biber gefallen könnte. Ausgestiegen und hingeschaut also, die Wiese ist gemäht, und schon nach wenigen Schritten durch das Gras ist klar: Die Esche da am Ufer der Langenordnach war ein gefundenes Fressen, ein Stamm liegt am Boden, ein anderer ist auf Kniehöhe spitz zugenagt von unten und von oben, das wird nicht ...

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