Ex-Präsident im Interview

Der deutsche Fußball liegt am Boden – was stimmt nicht mit dem DFB, Fritz Keller?

René Kübler

Von René Kübler

Di, 27. Dezember 2022 um 18:04 Uhr

Nationalelf

BZ-Abo Als Fritz Keller Präsident war, hatte der Deutsche Fußball-Bund Probleme. Und er hat sie bis heute. Das erneut frühe WM-Aus ist nur eine Folge davon. Im BZ-Interview benennt Keller die Ursachen.

BZ: Herr Keller, vier Jahre nach dem WM-Vorrunden-Aus in Russland liegt der deutsche Fußball am Boden – wieder oder immer noch?
Keller: Ich würde sagen: immer noch. 2018 wurde verkündet, dass der Fußball in der Ausbildung nachholen muss, was zuvor versäumt wurde. In erster Linie geht es um die Defizite in der Ausbildung im Kinder- und Jugendfußball unter den Nachwuchsleistungszentren der Profivereine. Bei uns wird im Jugendfußball zu früh zu spielsystemisch, zu teamorientiert gedacht und zu wenig ballorientiert ausgebildet. Tabellen zählen mehr als die individuelle Ausbildung. Schon 2018 lag der Fußball in diesem Bereich zehn Jahre hinter anderen Nationen zurück. Es wurde viel darüber geredet aber zu wenig gehandelt. Was dann vor zwei Jahren auf den Weg gebracht wurde, ist ein Kompromiss-Stückwerk und kommt viel zu spät.
Zur Person: Fritz Keller
Das Patenkind des legendären Fritz Walter – Fußball-Weltmeister 1954 – ist als Winzer, Gastronom und Weinhändler seit 1990 Chef des Familien-Unternehmens. 2010 wurde ...

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