Der Satellit Kepler ist ein Welten-Späher

Frank Grotelüschen

Von Frank Grotelüschen

Sa, 27. August 2011

Bildung & Wissen

Der Satellit Kepler sucht neue Planeten im All. 1200 Kandidaten hat er schon aufgestöbert. Manche könnten sogar Aliens als Heimstätte dienen.

Es war einfach nur fantastisch!" Bill Borucki steht in seinem Büro am Ames Research Center in Kalifornien, einem Forschungszentrum der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Versonnen schaut er auf ein Foto an der Wand: Es zeigt eine Rakete, die im März 2009 von Cape Canaveral aus in den Nachthimmel startete und einen besonderen Satelliten ins All beförderte – das Weltraumteleskop Kepler. "Der Geist aller Leute, die es gebaut hatten, ist mit in den Weltraum geflogen", schwärmt Borucki.
Das sentimentale Pathos hat seinen Grund. Ein Vierteljahrhundert lang hatte der heute 72-Jährige stur an seiner Vision gearbeitet: einem Satelliten, der nach extrasolaren Planeten sucht, nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Jetzt trägt Boruckis Beharrlichkeit erste Früchte: Mehr als 1200 heiße Kandidaten für ferne Planeten hat Kepler bereits aufgestöbert, manche davon könnten der Erde ähneln. Damit ist der Satellit das mit Abstand schärfste Auge der Planetenjäger.
Ob es überhaupt Exoplaneten gibt, war lange Zeit reine Spekulation – bis Forscher 1995 mit einer Sensation aufwarteten. Als der Genfer Astronom Michel Mayor das Licht von 51 Pegasi analysierte, bemerkte er, dass der Stern alle vier Tage ein wenig ...

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