Naturalie

Der Steinpilz ist der aromatische König der Pilze

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 10. Oktober 2020 um 18:00 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Der Steinpilz geht enorm großzügig mit seinen Aromen um und gibt sie bereitwillig an Suppe oder Risotto ab. Er enthält viel Eiweiß und immer noch ganz passable Mengen an Eisen und Kalium.

Den Titel hat er sich recht mühelos geholt: Sein festes, namensgebendes Fleisch und der intensive, mild-nussige Geschmack haben den Steinpilz zum König der Pilze gemacht. Etwa zehn Arten gibt es in Europa, am populärsten ist der Gemeine Steinpilz, auch Fichten-Steinpilz genannt. Er enthält viel Eiweiß und immer noch ganz passable Mengen an Eisen und Kalium. Letzteres brauchen Nervenzellen, um Reize weiterleiten zu können, zudem reguliert es den Wasserhaushalt in unserem Körper.

Mit dem reichlich enthaltenen Stoff Ergosterol kann der Steinpilz bei entsprechender UV-Einstrahlung Vitamin D2 bilden, die Substanz Ergosterol-Peroxid soll entzündungshemmend und antiviral wirken. Weil wild wachsende Pilze Schwermetalle speichern, rät die Weltgesundheitsorganisation WHO zu einem moderaten Verzehr etwa einmal die Woche, Kleinkinder und Schwangere verzichten besser ganz.

Der Steinpilz geht enorm großzügig mit seinen Aromen um und gibt sie bereitwillig an Suppe oder Risotto ab. Für eine Steinpilzsuppe eine klein gehackte Zwiebel und etwa 150 Gramm frische Steinpilze anbraten, dann mit rund 400 Milliliter Gemüsebrühe aufgießen und etwa zehn Minuten lang kochen. Wer sämige Suppen mag, gibt ein paar Kartoffeln oder ein Stück Knollensellerie hinzu, eventuell verlängert sich die Kochzeit. Suppe pürieren und kräftig würzen: Knoblauch, Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskat sind bewährte Gehilfen.