NSU-Untersuchungsausschuss

Andreas T.: Der Agent, der einen Mord übersah

Armin Käfer

Von Armin Käfer

Mi, 12. September 2012

Deutschland

Täter oder Ignorant? Der Verfassungsschützer Andreas T. rechtfertigt vor dem NSU-Untersuchungsausschuss seine Gedächtnislücken.

BERLIN. Der ehemalige Verfassungsschutzbeamte Andreas T. hat vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages erneut jegliche Beteiligung an dem Kassler Mord der Terrorzelle bestritten. Er sei 2006 aus privaten Gründen am Tatort gewesen und habe von dem Mord nichts mitbekommen, beteuerte T. am Dienstag vor dem Gremium in Berlin.

Der Europasaal im Paul-Löbe-Haus des Bundestags ist an diesem Dienstag überfüllt. Hier tagt der Neonazi-Untersuchungsausschuss. Eigentlich sollte die Sitzung mittags beginnen. Aber der Sessel für die Zeugen ist noch leer. Er spiegelt sich in unzähligen Kameraobjektiven. Alle warten auf den kuriosesten Nebendarsteller der unsäglichen Mordserie, die hier verhandelt wird.

In der zweiten Reihe lässt sich derweil ein Mann nieder, der als unscheinbar zu beschreiben wäre, wenn er nicht einen glänzenden Siegelring und einen schon vor 20 Jahren aus ...

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