Landwirtschaft

Schweinehalter sind zu Firmen für den Weltmarkt geworden

Bernhard Honnigfort

Von Bernhard Honnigfort

Do, 16. Juni 2016

Deutschland

Vor zehn Tagen in Berlin: Peter Altmaier, der CDU-Kanzleramtsminister, stellt das neue Buch des Grünen Anton Hofreiter vor: "Fleischfabrik Deutschland". Man kennt sich, man duzt sich, man bekundet Respekt vor hart arbeitenden Bauern, man isst gern ein gutes Steak.

Raus aus der Massentierhaltung, fordert der studierte Biologe Hofreiter. Schluss mit Megaställen. Viel zu viel Gülle, viel zu viel Antibiotika, 30 Prozent aller Tiere und Pflanzen vom Aussterben bedroht und schuld sei die industrielle Landwirtschaft. "Wenn wir insgesamt so weitermachen, gefährden wir unsere Lebensgrundlagen", warnt der Grünen-Fraktionsvorsitzende. Und würde man alle Gülle, die in Deutschland verspritzt wird und dann das Grundwasser verseucht, in Tankwagen gießen, der Güterzug würde einmal um den ganzen Planeten reichen. Hofreiter hat gut schreiben. Fleischfabrik Deutschland.
"Wie viele Eier legt ein Hahn pro Tag?", fragt Elisabeth Heseker gerne die Besucher auf ihrem Bauernhof in Warendorf bei Münster. Die resolute Dame staunt immer, wie lange die Leute bei der Scherzfrage grübeln. Ihr Hof: 120 Schweine, 200 Kühe, eine kleine Schlachterei, ...

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