Wahlkreis Lörrach-Müllheim

Diana Stöcker tritt für die CDU zur Bundestagswahl an

Michael Baas

Von Michael Baas

Fr, 09. April 2021 um 18:28 Uhr

Lörrach

Diana Stöcker soll für die CDU Armin Schuster im Bundestag beerben. Rheinfeldens Bürgermeisterin setzt sich im Nominierungsverfahren mit fast 57 Prozent durch und erwartet einen harten Wahlkampf.

Diana Stöcker (50) tritt für die CDU bei der Bundestagswahl im Herbst als Direktkandidatin im Wahlkreis Lörrach-Müllheim an. Die in Lörrach lebende Rheinfelder Bürgermeisterin setzte sich in der pandemiebedingt nach einer Online-Vorstellung als Briefwahl organisierten Nominierung mit fast 57 Prozent der gültigen Stimmen gegen Martin Uhl (43) und Katrin Kim Karcher (30) durch. Alles in allem beteiligten sich 778 der 1731 stimmberechtigten Mitglieder der Kreisverbände Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald an der Wahl – deutlich mehr als die zehn Prozent, die bei klassischen Nominierungen präsent sind, wie der Bezirksvorsitzende und Europaabgeordnete Andreas Schwab bei der ebenfalls im digitalen Format organisierten Ergebnisbekanntgabe betonte.

Diana Stöcker zeigte sich in einer ersten Reaktion "überwältigt" von dem "großen Vertrauen" und forderte ihre Partei auf, den "Neuanfang" nach dem Rückzug Armin Schusters offensiv anzupacken. Denn die Vorzeichen seien schwierig, die Wahl werde für die CDU kein Selbstläufer. "Dieser Wahlkampf wird nicht einfach", appellierte Stöcker an die Solidarität. Die aber scheint ohnehin gegeben. Der innerparteiliche Wettbewerb habe der CDU zwar gut getan, sei nun aber vorbei, konstatierte Marin Uhl in einem Statement.

Die beiden Kreisvorsitzenden sind zufrieden

Er zumindest werde so weit wie möglich helfen, das Direktmandat zu verteidigen, versicherte der Gemeinderat aus Sölden, der 237 Stimmen erreichte. Auch Katrin Kim Karcher wertete ihr Abschneiden als Zeichen des Aufbruchs und "Signal, dass die Basis gewillt ist, neue Wege zu gehen", wie sie sagte. Der den Wahlkreis aktuell als Nachrücker vertretende Christian Natterer signalisierte ebenfalls "volle Unterstützung" im Wahlkampf und attestierte Diana Stöcker nicht nur das "nötige Knowhow"; vielmehr repräsentiere sie "eine zukunftsorientierte CDU, die zeitgemäße Antworten" biete.

Im Anschluss zeigten sich auch die zwei Kreisvorsitzenden Patrick Rapp und Jürgen Rausch in einem gemeinsamen Statement sehr zufrieden. Zum einen habe das Verfahren mit drei Kandidierenden eine echte Entscheidung erlaubt. Das sei mit Blick auf sinkende Umfragewerte und die "Entgleisungen einzelner ehemaliger CDU-Mitglieder im Bund nicht selbstverständlich", betonte Rapp. Zum anderen sei es gelungen, jünger und weiblicher aufzutreten. "Das zeigt einen notwendigen Trend auf", befindet Jürgen Rausch. Und schließlich biete die Wahl Diana Stöckers "eine erste Basis" (Rapp), das Bundestagsmandat zu verteidigen.