Naturalie

Die Brennnessel ist ein grünes Nährstoffpaket

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 16. April 2022 um 12:40 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Können Sie sich erinnern, wann Sie das letzte Mal eine Spinat-Brenn nessel-Suppe hatten? Vermutlich eher nicht.

Was weniger an Ihrem schlechten Gedächtnis als vielmehr der Tatsache liegt, dass wir diesem Gewächs viel zu wenig Aufmerksamkeit hinsichtlich seiner Qualitäten als gesunde Leckerei schenken.

Die Große Brennnessel – diese Art ist bei uns am häufigsten verbreitet und genutzt – klotzt ordentlich mit Nährstoffen, und das auch noch für lau, jeder kann sie quasi überall sammeln. Das geschieht im Idealfall mit Handschuhen (Brennhaare!) und im Frühjahr, denn am besten schmecken die jungen Blätter und Triebe. Sie erinnern tatsächlich an Spinat, sind allerdings sehr viel intensiver und fast schon ein bisschen nussig.

Je älter die Pflanze, umso herber der Geschmack. In der Volksheilkunde hat die Brennnessel seit Jahrtausenden einen Stammplatz. Sie liefert sehr viele sogenannte Flavonoide, die unsere Zellen schützen, Eisen, Magnesium und Kalzium sowie doppelt so viel Vitamin C wie Orangen. Haare und Nägel profitieren von Kieselsäure, Brennnessel wirkt zudem leicht harntreibend und wird auch bei Nierenerkrankungen oder Gicht eingesetzt, der Magen-Darm-Trakt weiß einen Brennnesseltee zu schätzen.

Frische Brennnesseln lassen sich wie Spinat nutzen. Für einen einfachen Frühlingssmoothie eine Banane, eine Kiwi, gut 20 Gramm Brennnesselblätter und einen Schuss Zitronensaft mit etwa 200 Milliliter Wasser pürieren.