Gemeinderat

Die Fotovoltaik in Ringsheim wird stärker gefördert

Klaus Fischer

Von Klaus Fischer

Sa, 01. Mai 2021 um 18:34 Uhr

Ringsheim

Ringsheim will beim Klimaschutz weiter vorankommen. Der Fördertopf für private Fotovoltaikanlagen wurde aufgestockt. Auch auf kommunalen Gebäuden tut sich einiges.

Mit der Förderung und den Projekten zum Klimaschutz sieht Bürgermeister Pascal Weber die Gemeinde ganz im Sinne der neuen Landesregierung unterwegs. "Neben den Großprojekten Bauhof und Feuerwehrhaus werden wir auch in der Pandemie beim Klimaschutz weiter voranschreiten", gab der Bürgermeister das Ziel vor. Der Gemeinderat folgte ihm mit Beschlüssen.

So stimmte das Gremium am Dienstag der Aufstockung des kommunalen Fördertopfs zur Subvention von privaten Fotovoltaikanlagen und Batteriespeichern zu. Statt mit den im Haushalt 2021 vorgesehenen 8000 Euro wird der Fördertopf jetzt mit 21 000 Euro bestückt. Bereits nach zehn Tagen, so Weber, seien die 8000 Euro Fördermittel ausgeschöpft gewesen. Nur acht von 20 Antragstellern konnten so unterstützt werden. Mit der Aufstockung könnten nun alle Antragsteller gemäß Förderrichtlinien bedient und die Investoren zusätzlich zu den KfW-Geldern des Bundes finanziell unterstützt werden. Weber: "Werden die Projekte umgesetzt, kann damit rein rechnerisch der Jahresenergiebedarf von rund 35 Haushalten gedeckt werden."

Bauhof und Feuerwehrhaus erhalten Fotovoltaik

Vorantreiben will die Gemeinde auch die Energieerzeugung auf kommunalen Dächern. Auf den Dächern der Kahlenberghalle und der Karl-Person-Schule werde bereits über Fotovoltaikanlagen Strom erzeugt. Auch für den Neubau von Bauhof und Feuerwehrhaus sind Anlagen geplant. Darüber hinaus stimmte der Gemeinderat Anlagen auf den Dächern von Kindergarten, Kinderkrippe und Bürgerhaus zu. Rund 150 000 Euro will die Gemeinde in diese Projekte investieren.

Fernwärmepreise moderat erhöht

Zur Klimapolitik in der Gemeinde zählt seit Jahren auch die Versorgung mit Fernwärme von der Deponie Kahlenberg. Faktisch bezuschusst die Gemeinde die Fernwärmeversorgung mit jährlich 80 000 Euro, die sie als Betriebskostenabgabe für den Betrieb der Biomasseheizzentrale an den Deponiebetreiber abführt. Nun hat der Gemeinderat eine Änderung der Fernwärmepreise beschlossen. In der Bewertung des Bürgermeisters handelt es sich um eine moderate Erhöhung der Preise. Vom 1. Oktober 2021 an müssen die Fernwärmenutzer in Ringsheim folgende Preise bezahlen: Jahresgrundpreis 60 Euro (bisher 59,04 Euro), Arbeitspreis 4,69 Cent pro Kilowattstunde (bisher 4,53 Cent). Mess- und Abrechnungspreis pro Jahr 67,92 Euro (bisher 65,76 Euro).