Naturalie

Die Gojibeere schützt die Netzhaut

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 10. Oktober 2019 um 00:00 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Im Beerenuniversum ist die kleine Rote so etwas wie der fernöstliche Superstar, seit ein schlauer Marketingmensch ihr das Label Superfood verpasst hat. Ganz so falsch lag er damit nicht:

Die Gojibeere hat nährstofftechnisch tatsächlich einiges zu bieten. Der Gemeine Bocksdorn – so der richtige Name dieses Nachtschattengewächses – gedeiht von Südosteuropa bis nach China, in unseren Regalen landen seine Beeren vor allem in getrockneter Form.

Die mitunter erhältlichen frischen Früchte stammen aus europäischem Kulturanbau. Gojibeeren haben eine fruchtig-herbe, ab und an auch sehr saure Note. Wer täglich ein paar der Beeren knabbert, tut vor allem seinen Augen Gutes: Die beiden Carotinoide Zeaxanthin und Lutein können die Netzhaut schützen.

In großer Menge haben sich die Vitamine A, C und E in der Gojibeere versammelt, Letzteres nehmen Haut und Zellen dankend an. Des Weiteren stecken in den Beeren Eisen und Eiweiß sowie eine ordentliche Portion Ballaststoffe, die Magen und Darm in Schwung bringen. Die traditionelle chinesische Medizin empfiehlt die Gojibeeren, um Blutdruck und Blutzuckerspiegel wieder ins Lot zu bringen sowie generell zur Unterstützung des Immunsystems.

Wissenschaftliche Nachweise dafür gibt es nicht, ebenso wenig für einen Effekt gegen Krebs. Achtung: Gojibeeren verstärken die Wirkung blutverdünnender Medikamente. Gegessen werden die Gojibeeren getrocknet als Knabberei auf Müsli und Salaten, eingeweicht können sie wie Rosinen verwendet werden.