BZ-Serie "Baden blüht" (3)

Die Letzten ihrer Art – der Samengarten in Eichstetten

Petra Kistler

Von Petra Kistler

Di, 05. Mai 2015

Haus & Garten

Wer alte und fast vergessene Gemüsesorten anbauen möchte, kann sich an den Samengarten in Eichstetten wenden

Um Linda wurde gekämpft. Als der Saatgutkonzern Europlant die Kartoffelsorte 2004 vom Markt nehmen wollte, weil mit den abgelaufenen Lizenzrechten nichts mehr zu verdienen war, wehrten sich widerspenstige Bauern und kritische Konsumenten. Der Sturm der Entrüstung war groß, die populäre Knolle wurde zum Politikum. Am Ende wurde die goldgelbe Linda gerettet.

Ende gut, alles gut?

Thomas Gladis, Biologe und Kulturpflanzenforscher, schüttelt den Kopf. "Es gibt Tausende verschwundene Kartoffelsorten, nach denen kein Hahn mehr kräht." 75 Prozent der Garten- und Ackerpflanzen sind nach der offiziellen Lesart verschwunden, doch Gladis hält diese Zahl für Schönfärberei. Übrig bleiben die ertragreichen Hybriden. Aus ihnen lassen sich keine tauglichen Samen gewinnen, weshalb Gärtner und Landwirte das teure Saatgut kaufen müssen – Jahr für Jahr aufs Neue. Das Gespräch stockt. Gladis hat ein Blatt mit rotbraunen ...

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