Isteiner Fasnacht

Die Isteiner Drübel verschicken das Fasnachtsmotto per Flyer

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Fr, 30. Oktober 2020 um 19:04 Uhr

Efringen-Kirchen

Kleine närrische Ereignisse sollen die Tradition in Istein lebendig halten. Der große Fasnachtsumzug und die Sitzungen sind aber coronabedingt abgesagt.

Wie befürchtet gibt es schlechte Nachrichten für die Isteiner Fasnächtler: In der bevorstehenden Kampagne wird in Istein nach derzeitigem Stand keine Veranstaltung stattfinden. Im Gespräch mit der BZ erklärten Johannes Britsche und Bernd Bräunlin für die Drübel und Lukas Britsche und Nicolas Scherer für den Verein zur Förderung traditionellen Brauchtums (VzFtB) diesen Schritt.

Ministerpräsidentenkonferenz besiegt das Aus

Bereits am 30. September hatte die Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Narrenverbände und Vereinigungen coronabedingt alle Großveranstaltungen und damit auch Umzüge in der anstehenden Fasnachtsession im Südwesten abgesagt. Das endgültige Aus für alle für den November – in welcher Form auch immer – geplanten Veranstaltungen brachten aber die Ministerpräsidentenkonferenz vom vergangenen Mittwoch und die Umsetzung des neuen Lockdowns im Land. Infolge dessen wird es auch in Istein am 11.11. keine gesellige Fastnachtseröffnung mit Mottoverkündung, Mählsupp und Zwiebelwaie geben. Auch an eine Ersatzveranstaltung im kleinen Rahmen sei nicht zu denken, erklärten die Drübel als Veranstalter des Events. Anstelle der Mottoverkündung des Rebbammerts Markus Britsche sollen nun alle Isteiner Haushalte verteilte Flyer mit dem Motto treten, einer wird wie gewohnt im Rathaus ausgehängt.

Viele Gäste haben schon zu gesagt

Verzichtet werden muss auch auf den für den 30. Januar geplanten großen Zunftabend in der Isteiner Festhalle und den Fasnachtsumzug. Nicolas Scherer von den Chlotze Horni bedauerte die Absage des Umzuges, liege doch für den Fasnachtssonntag bereits die Zusage von 400 Teilnehmern vor. Für den abendlichen Rosenmontagsumzug seien es 360. Gegebenenfalls werde man aber die Blansinger Böllerschützen am betreffenden Sonntag um 14.11 Uhr drei Schüsse abfeuern lassen, zu der Zeit, an der der Umzug normalerweise gestartet wäre.

Schade um die Kinderfasnacht

Gestrichen sind ebenso die Schlüsselübergabe an die Narren, mit der üblicherweise die Herrschaft der Narren eingeläutet wird, der Hemliglunkiumzug am Schmutzige Dunschtig und die Kinderfasnacht. Gerade um die Kinderfasnacht sei es schade, war man sich einig, werde hiermit doch der Grundstein für die Freude an der Fasnacht und späteres aktives Mitwirken gelegt. Bezüglich der Schlüsselübergabe sei man noch am Überlegen, ob sich eventuell auf die Schnelle noch "etwas Kleines" ohne Publikum organisieren lasse.

Wie Bernd Bräunlin, Zeremonienmeister der Drübel, bestätigte, sind die finanziellen Folgen der Absagen aber gering, zwar gebe es dann keine Einnahmen, man habe jedoch keine Extraausgaben. Der VzFtB werde, ergänzte Scherer, wie üblich die Einnahmen aus der vergangenen Kampagne analog der geleisteten Dienste an die in ihm organisierten Vereine und Cliquen verteilen.

Tradition aufrecht erhalten

Bei der Fasnacht gehe es um die Aufrechterhaltung einer Tradition, halten die Fasnachts-Aktiven fest. Doch da es wohl keine Gelegenheit geben wird, diese im größeren Rahmen zu feiern, denken sie darüber nach, sie wenn möglich mit kleineren Ereignissen am Leben zu erhalten.